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04.Dez.2018

Nur nicht Sternderlschaun!



Nissan bringt ein Upgrade für den Dauerbrenner Qashqai. Als Sondermodell N-Drive bekommt das SUV-Crossover eine Portion teilautonomes Fahren spendiert.

War früher das Kompaktsegment im Automobilmarkt am meisten umkämpft, tummeln sich mittlerweile in der Klasse der „Kompakt-Crossover-City-SUV“ die heißesten Anwärter auf die höchste Kundengunst. Einer, der die Fahrzeugklasse schon seit Jahren entscheidend mitprägt, ist der Nissan Qashqai. Um weiter mithalten zu können, hat man ihm unlängst als Sondermodell N-Drive ein Upgrade in Sachen „autonomes Fahren“ verpasst.

 

Assistiert auf der Autobahn

Aber halt: „Teilautonom“ muss es korrekterweise heißen, alles darüber hinaus ist einstweilen noch Zukunftsmusik. Trotzdem: Der bei Nissan „Propilot“ getaufte Abstandsregeltempomat mit Stau- und Lenkassistent realisiert im täglichen Getümmel spürbare Erleichterung. Im Zusammenspiel mit der stufenlosen X-Tronic, die – um den seit den Tagen der ersten Prius-Generation nicht verstummen wollenden CVT-Miesmachern den Wind aus den Segeln zu nehmen – Schaltstufen vorgaukelt, funktioniert das auf Höhe der Zeit ganz tadellos. Der kräftige 1,6er-Diesel trägt das seinige zum teilautonomen Gleiten bei und lässt auch dann kein übermäßiges Geheule vom Stapel, wenn volle Beschleunigung abverlangt wird. Diese endet auf der deutschen Autobahn bei knapp über 180 km/h und selbst in diesem Bereich fühlt man sich noch sicher. Langstrecken bei hohem Tempo sind natürlich nicht das Lieblingsfach des Qashqai, seine Stärken spielt der praktische und komfortable Wagen im täglichen Gewühl zwischen Heimatherd und Hamsterrad aus. Dass sich im japanischen Autobau das Knopferl als Mittel zum Zweck ungebrochener Beliebtheit erfreut, hat auch seine Vorteile.

 

Fairer Preis

Darüber hinaus erfreut uns die Ausstattung tekna+ mit einem schicken Panorama-Glasdach im XXL-Format. An dieser Stelle der Sicherheitshinweis: Auch bei aktiviertem Propilot verbietet der Gesetzgeber kategorisch das Sternderlschauen während der Fahrt. Mit Verweis auf die Obrigkeit sei es dem System auch verziehen, dass es immer wieder eigentlich unnötige Lenkimpulse einfordert. Mit knapp 40.000 Euro ist das Topmodell kein Schnäppchen, in Anbetracht der überkompletten Ausstattung aber ein guter Deal.




© 2013 A&W Verlag GmbH. - Druckdatum: 12.12.2018