Ausgabe
04
2013




007 und seine Spielereien

Dr. Werner Gruber ist Experimentalphysiker an der Universität Wien und Direktor der Wiener Sternwarten und des Planetariums. Durch Bücher und Bühnenauftritte ist er als "Physiklehrer der Nation" bekannt.

Bondfilme sind beliebt wie eh und je und natürlich können die darin vorkommenden Autos immer etwas Spannendes, was man vielleicht selber gern in seinem Fahrzeug hätte. Was ist aber an diesem Technik-Schnickschnack dran? Natürlich ist es ein Leichtes, eine kleine Ölpumpe in das Fahrzeug einzubauen und Öl auf die Straße zu spritzen, damit die Gegner den nächsten Straßengraben aufsuchen. Auch Nägel, die die Reifen aufschlitzen, sind kein großes Problem. Die können auch manuell von jedem Auto abgeworfen werden.

Untergetaucht

Spannend ist vor allem das Bondauto, das auch unter Wasser "fahren" beziehungsweise tauchen konnte. Allerdings ist dies keine Erfindung von "Q", sondern vom Militär. Amphibienfahrzeuge sind schon länger bekannt. Das erste Fahrzeug, das schwimmen und an Land fahren konnte, wurde schon um 1588 konstruiert -hat sich aber damals noch nicht richtig durchgesetzt -die Pferde, mit denen das Fahrzeug gezogen wurde, konnten einfach nicht richtig schwimmen ...

Auch heute gibt es einige Probleme zu berücksichtigen. Natürlich würde jetzt jeder sagen, dass natürlich kein Wasser in den Motor kommen soll. Das ist interessanterweise das geringste Problem. Der Motor muss ohnedies wasserdicht sein, sonst würde das Konzept der Verbrennung nicht funktionieren. Problematischer ist sowohl die Luftansaugung als auch die Schwimmfähigkeit.

Schotten dicht

Am einfachsten bringt man Schwimmwürste rund um das Fahrzeug an -dann schwimmt das Auto, allerdings sitzt man dann meist im Wasser, weil die Fahrgastzelle nicht wasserdicht ist. Für den Antrieb verwendet man einen klassischen Außenbordmotor. Besser wäre es aber, den gesamten Rumpf wasserdicht zu machen. Dabei hat man viel Arbeitmit der Karosserie. Es müssen sowohl die Durchführung der Lenkstange als auch der Antriebswelle wasserdicht sein. Das allein wäre ja nicht das Problem, aber unangenehm ist die Federung der einzelnen Räder. Aufgrund der Federung verändern sich die Abstände zur Antriebswelle und zur Lenkstange.Da wirken dann große Kräfte auf Dichtungen. So verzichten manche Hersteller von Amphibienfahrzeugen überhaupt auf Federungen. Dadurch entstehen aber leichter Risse in der Karosserie -auch keine gute Lösung.

Es hapert an Eleganz

Prinzipiell lassen sich all dieseFahrzeuge mit einem Außen-bordmotor betreiben. Aberelegant schaut anders aus. Imeinfachsten Fall lässt man dieRäder weiterlaufen. Man er-reicht dadurch zwar keine ex-trem hohen Geschwindigkeiten, aber es reicht. So gibt esbei vielen Amphibienfahrzeugen einen zusätzlichen Propeller, der mit der Motorenachseverbunden ist. Er kann – wiebeim 4WD – einfach dazu ge-schaltet werden.

Auto, Jacht und U-Boot

Das Bond-Auto konnte sogar tauchen und sah dabei sogar noch sehr elegant aus. Woran scheitert es hier. Ganz einfach, am Auftrieb. Luft verursacht einen großen Auftrieb im Wasser und würde man den gesamten Innenraum eines Fahrzeugs abdichten, also auch mit Dach, dann wäre der Auftrieb so groß, dass das Fahrzeug zwar gut schwimmen würde, aber nicht tauchen könnte. Man müsste entsprechend viel Zusatzgewicht mitnehmen -dies sollte dann aber im Kofferraum geladen werden. Da der Motor einiges an Gewicht hat, würde der Wagen sonst vornüber kippen und für die Personen im Auto würde sich eine unangenehme Haltung ergeben. Deshalb empfehle ich ein tolles Auto, eine schnittige Jacht und ein cooles U-Boot. Dann kann man die jeweiligen Vorteile ausnutzen und die Zeit zum Umsteigen muss man sich einfach nehmen ...











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