Ausgabe
03
2013


Aufsteigen

Assistenz-Einsatz

Die Zeiten, wo der Autofahrer auf sich und seine Fahrkünste allein gestellt war, sind lange vorbei. Immer mehr Assistenten kümmern sich um unterschiedlichste Aufgaben.

Um ein Haar hätte es gekracht! Wer schon einmal beim Spurwechsel schleißig war und auf den Schulterblick verzichtet hat und wer von uns hat das nicht schon einmal getan, der weiß, wovon die Rede ist. Der verflixte Tote Winkel "verschluckt" Fahrzeuge und macht sie quasi unsichtbar.

Spurwechsel-Assistent

Bei immer mehr Fahrzeugen der Kompaktklasse und darüber gibt es gegen Aufpreis einzeln oder im Paket einen Spurwechsel-Assistenten. Befindet sich ein Fahrzeug im nicht einsehbaren Bereich, erfolgt eine Warnung mittels Leuchtdiode im Bereich des Außenspiegels, bei einigen Modellen wird zusätzlich mittels eines Tones gewarnt. Der Tote-Winkel-Warnerist aber nur einer von immer mehr Assistenten, die dem Autofahrer das Leben erleichtern sollen. Man sollte allerdings nicht den Fehler begehen, diese Assistenten zur Komfortausstattung zu zählen, als Fahrer muss man aufmerksam bleiben, ob mit oder ohne Assistenzsystem.

Spurverlassens-Spurhalte-Assistent

Das gilt auch für den Spurverlassenswarner, der z. B. durch ein Vibrieren des Lenkrades darauf aufmerksam macht, dass man im Begriff ist, seine Fahrspur ohne Blinker zu wechseln und dass dies ungewollt der Fall sein könnte. Spurhalteassistenten arbeiten sogar mit einem aktiven Lenkeingriff, der das Fahrzeug sanft wieder zurück auf die Spur bringt.

Nachtsicht-Assistent

In gehobenen Fahrzeugsegmenten gibt"s gegen Aufpreis Hightech pur. So ermöglichen Nachtsichtgeräte die Erkennung von Personen bei Finsternis, eine optische und akustische Warnung macht auf die gefährliche Situation zusätzlich aufmerksam.

Headup-Display

Ebenfalls noch der Oberklasse vorbehalten sind Headup-Displays wie etwa bei BMW. Hier werden mittlerweile nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch Navigationshinweise oder Geschwindigkeitswarnungen in Farbe direkt ins Sichtfeld des Fahrers eingeblendet, der stetig wechselnde Blick zu den Armaturen entfällt dadurch.

Verkehrszeichen-Assistent

Bereits in der Kompaktklasse Einzug gehalten haben Verkehrszeichen-Assistenten, die Geschwindigkeitslimits oderÜberholverbote ins Cockpit einblenden. Hundertprozentige Zuverlässigkeit ist hier bei allen Herstellern aber noch nicht vorhanden, die Informationen sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Einpark-Assistent

Mitunter praktisch ist auch ein Einpark-Assistent. Bevor nun jemand aufschreit, dass er seit Jahrzehnten problemlos einparkt: Gerade bei Parklücken, wo nicht klar ist, ob das Fahrzeug auch hineinpasst, kann ein solcher Assistent eine echte Hilfe sein. Auf Knopfdruck wird im Vorbeifahren die Größe vermessen, passt das Auto in die Lücke, gibt"s ein akustisches Signal und die weitere Anweisung. Hat das Fahrzeug die richtige Position erreicht, wird der Retourgang eingelegt und das Lenkrad dreht sich wie von Geisterhand und zirkelt den Wagen in den Parkplatz. Der Fahrer muss nur Gas, Bremse und Schalthebel betätigen.

Fernlicht-Assistent

Eineäußerst praktische Sache sind intelligente Lichtsysteme, die Abblend-und Fernlicht automatisch an die Gegebenheiten anpassen. Bereits seit einigen Jahren gibt es Systeme, die vorausfahrende und entgegenkommende Autos erkennen und das Fernlicht ausschalten. Sind die Fahrzeuge nicht mehr im Sichtbereich, wird selbiges wieder aktiviert. In der nächsten Ausbaustufe können diese intelligenten Lichtsysteme das Fernlicht auch partiell einschalten. Somit besteht die Möglichkeit, dass der rechte Scheinwerfer die Fahrbahn voll ausleuchtet, während im linken Scheinwerfer ein entgegenkommendes Fahrzeug mittels Maskierung aus dem Lichtkegel genommen wird.

Notbrems-Assistent

Wie der Name verrät, greift dieser Assistent mittels Warnung oder Bremseingriff ein, um einen Unfall zu vermeiden. Geht es nach dem ÖAMTC, so wäre eine schrittweise Warnung, vom optischen Hinweis bis zur Vollbremsung, wünschenswert.

Die Zukunft

Die Automobilhersteller arbeiten fieberhaft an weiteren Systemen, die Unfälle vermeiden und den Komfort erhöhen sollen. So tüftelt BMW etwa an einem Nothalte-Assistenten, der etwa bei einem Herzinfarkt des Fahrers das Auto langsam abbremst und schließlich auf dem Pannenstreifen zum Stillstand bringt. In der neuen E-und S-Klasse von Mercedes sorgt ein Assistent dafür, dass man nicht zum Geisterfahrer wird, auch Systeme zum automatischen Abstandhalten links und rechts des Fahrzeuges werden erprobt.

Eine gute Investition

So gut wie alle genannten Assistenten sind derzeit noch optional, der im Vergleich zu anderen Extras aber oftmals geringe Aufpreis ist aber gerade bei Berufsfahrern gut investiert. Beachten sollte man Folgekosten bei vermeintlichen Bagatellschäden. Die Preise für Radarsensoren oder Kameras sind hoch, statt ein paar hundert sind dann schnell ein paar tausend Euro fällig.



(Von Stefan Schmudermaier)











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