Ausgabe
03
2013


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Internes oder externes Flottenmanagement?

Die Kosten des Fuhrparks sind nicht unerheblich. Doch wo liegen die Vor-und Nachteile von internem bzw. externem Flottenmanagement? Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Systeme.

Eines gleich vorweg, die richtige oder einzig wahre Form des Flottenmanagements gibt es nicht, schließlich sind die Rahmenbedingungen der jeweiligen Firmen höchst unterschiedlich. "Auch das komplette Auslagern des Fuhrparks ist in der Praxis kaum zu realisieren, es geht vielmehr darum, die Aufgaben zu verlagern, nicht den Flottenmanager abzuschaffen", so Balz Eggenberger, Mitinhaber der fleetcompetence europe GmbH.

Eigen-oder Fremdverwaltung

fleetcompetence europe ist eine Unternehmensberatung, die europaweit mit einem Netzwerk von Partnern Projekte für Flottenbetreiber durchführt. "Zunächst einmal muss man zwischen Eigen-und Fremdverwaltung unterscheiden. Bei der Eigenverwaltung werden die Fahrzeuge durch die Firma selbst gekauft oder geleast, auch das Management dieser Autos bleibt bei der Firma", so Eggenberger.

Nachteil ist, dass nur ein Teil der vorhandenen Optimierungsmöglichkeiten auch tatsächlich ausgeschöpft wird. Schließlich gibt der Kauf-oder Leasingpreis wenig Aufschluss über die tatsächlichen Betriebskosten. Aber gerade dieser Faktor wäre relevant, um die Mobilitätskosten zu steuern. Die wenigsten Firmen, die den Fuhrpark ausschließlich selbst managen, haben das nötige Knowhow, zudem kostet auch die Eigenverwaltung laufend Geld.

Abwägen der Vorteile für das Unternehmen

Kein Wunder, dass sich immer mehr Unternehmen dafür entscheiden, auf externe Dienstleister zurückzugreifen. Beim Outsourcing unterscheidet man grundsätzlich zwischen Flottenmanagement -die im Firmeneigentum befindlichen Fahrzeuge werden gemanagt -und Full-Service-Leasing, wo die Firmenautos extern beschafft, verwaltet und über eine Full-Service-Leasingrate abgerechnet werden.

Full-Service-Leasing

Beim Full-Service-Leasing steht nicht die Anschaffung, sondern der Nutzen des Fahrzeuges im Vordergrund. Die Berechnung erfolgt auf Basis der fix vereinbarten Haltedauer und der voraussichtlichen Kilometerleistung. Als Unternehmer kann man also mit Fixkosten kalkulieren, Amortisations-und Restwertrisikoübernimmt der Leasinganbieter , selbst Reifen und sogar Treibstoff können in dieser Rate inkludiert sein, wenngleich Dinge wie etwa überdurchschnittlicher Verbrauch nicht übernommen werden.

Externes Management von Teilbereichen

Wer sich nicht voll an einen externen Anbieter binden möchte, kann auch eine Mischform wählen. Hier übernimmt zum Beispiel die Firma selbst die Finanzierung, die teils aufwendigen, operativen Tätigkeiten (Fahrzeugbestellung, Rechnungsprüfung, Pannenhilfe etc.) werden aber an einen Dienstleister ausgelagert. Das System ist flexibler, das finanzielleRisiko bleibt aber beim Kunden. Dieser kann freilich durch das externe Knowhow auch Einsparungen erzielen, die wiederum dem eigenen Betrieb zugute kommen. Da ein Flotten-Dienstleister mit dutzenden Kunden und oft hunderten oder gar tausenden Fahrzeugen arbeitet, ergibt sich ein Einsparungspotenzial, das jenem der Eigenverwaltung weit überlegen ist.

Die ideale System hängt von vielen Faktoren ab

Unterm Strich gilt es, die ideale Form des Fuhrparkmanagements zu finden, die den jeweiligen Anforderungen auch gerecht wird. Man muss dabei die jeweiligen Vor-und Nachteile gegeneinander aufwiegen, wie Eggenberger abschließend erklärt: "Es gibt für jede Firma ein optimales Flottenmanagement."

Welches das beste System ist, hängt vor allem von Art und Größe der Flotte, der Risikobereitschaft und von strategischen Zielsetzungen wie etwa der Finanzierungsart ab. Es lohnt sich auf jeden Fall, das eigene Systeme regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen und von Experten checken zu lassen. (STS)

Vor-und Nachteile der Systeme

Eigenverwaltung

+ Knowhow im Unternehmen

+Maximales Firmeninteresse ist gewährleistet

+ Prozesse gut kontrollierbar, Unabhängigkeit

-Kostentransparenz schwierig, hoher Controlling

-Aufwand-Abhängigkeit von internen Knowhow-Trägern

-Fahrzeugauswahl nach Gesamtkostenkriterien schwierig



Fleet-Management

+Professionelles Handling

+Reduktion interner Verwaltungskosten

+Kostentransparenz, Hohe Flexibilität

-Kosten des Outsourcings, Verlust von internem Knowhow

-Teilweise Abhängigkeit vom Outsourcer



Full-Service-Leasing

+Hohe Kostentransparenz und Planbarkeit

+Fahrzeugauswahl unter Berücksichtigung aller Kosten

+Nutzung von Einkaufsvorteilen

+Risikoübernahme durch Full-Service-Leasing-Anbieter

+Professionelles Reporting

-Vergleich der verschiedenen Angebote sehr schwierig

-Teilweise Risikoaufschläge

-Mögliche Abhängigkeit vom Anbieter-Risiko von Nachbelastungen











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