Ausgabe
02
2013


Sonderthema

Das kann richtig teuer werden

Etwa 30 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher begeben sich mehr oder weniger regelmäßig auf Dienstreise. Geht dabei etwas schief, könnte es für Dienstgeber teuer werden.

Das Risiko wird von Herrn und FrauÖsterreicher unterschätzt", sagt Dr. Johann Oswald, Vorstandsmitglied der Allianz Gruppe in Österreich. "Der Dienstgeber haftet bei Geschäftsreisen gegenüber seinen Arbeitnehmern -ein Notfall kann schnell mehrere hunderttausend Euro kosten -und insbesondere die rund 380.000 Kleinstbetriebe vorexistenzbedrohende Risiken stellen". Das Versicherungsunternehmen präsentierte dazu erst jüngst eine Umfrage.

3,7 Millionen Geschäftsreisen pro Jahr

Basis dafür waren Daten der Statistik Austria, wonach es in Österreich im Jahr 2012 3,7 Millionen Geschäftsreisen gab. Rund 80 Prozent der Geschäftsreisen finden laut Umfrage innerhalb Österreichs statt. In puncto Verkehrsmittel gaben 34 Prozent der Reisenden den privaten Pkw und 32 Prozent den Firmen-Pkw als Reisemittel an, der Rest nimmt die Bahn oder das Flugzeug. 30,7 Prozent der Befragten berichteten von Sicherheitsproblemen auf einer Dienstreise. Am häufigsten mit verlorenem Gepäck, rund 10 Prozent der Befragten hatten bereits Unfälle oder Probleme mit dem Auto, 8,4 Prozent wurden auf offener Straße bestohlen, 6,2 Prozent in ihrer Unterkunft. "Die Organisation der Dienstreise liegt etwa gleich häufig bei der Firma und dem einzelnen Mitarbeiter. Sicherheitsfragen haben dabei aber keineswegs oberste Priorität", sagt Oswald. Die zeigen auch die Studienergebnisse: 37,9 Prozent der Befragten verweisen auf ihre Kreditkarte, 11 Prozent zerbrechen sich darüber gar nicht den Kopf und 3,8 Prozent geben an, bewusst unversichert zu reisen. Als Hauptargument gegen den Abschluss einer Geschäftsreiseversicherung führt die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) an, durch die Kreditkarte ausreichend abgesichert zu sein. Für 29,3 Prozent ist eine Reiseversicherung zu teuer, 17,2 Prozent sind der Meinung, sie sei nicht notwendig.

Den häufigen Verweis auf die Kreditkarte hält Dr. Christoph Heißenberger, Österreich-Geschäftsführer von Allianz Global Assistance, für bedenklich: "Im Unterschied zu echten Reiseversicherungen sind die Versicherungsleistungen von Kreditkarten-Firmen stark eingeschränkt." Darüber hinaus verweistHeißenberger darauf, "dass jeder Dienstgeber für das Handeln seiner Mitarbeiter bei Erfüllung ihrer dienstlichen Aufgaben verantwortlich ist". Die arbeitsrechtliche Fürsorge des Arbeitgebers diene dem Schutz von Leben, Gesundheit, Persönlichkeit und Vermögen des Arbeitnehmers. Diese Bestimmungen würden auch bei Haftungsfragen, etwa wenn ein Lenker mit seinem Privat-Pkw auf einer Dienstreise einen Unfall erleidet, zur Geltung kommen.

Besonders heikel: Dienstfahrt mit Privat-Pkw

Während Dienstfahrten mit dem Einsatz eines Firmenwagens nach dem Dienstnehmerhaftungsgesetz (DNHG) geregelt sind, lauern für Unternehmer bei Dienstfahrten mit dem Privat-Pkw besondere Gefahren. Bei Unfällen mit dem Privatfahrzeug ist der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für den entstandenen Schadenersatzpflichtig. Die Ersatzpflicht ist eine Rechtsfolge des Einsatzes von Privatvermögen, die Risikohaftung bzw. Ersatzpflicht hängt vom Verschulden des Arbeitnehmers ab (vor allem ob dieser sich vorsätzlich oder grob fahrlässig verhalten hat). Bei Schuldlosigkeit bzw. entschuldbarer Fehlleistung des Arbeitnehmers ist der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer voll ersatzpflichtig, bei leichter Fahrlässigkeit kann das Gericht dem Arbeitgeber sogar den Ersatz des ganzen Schadens auferlegen. Weshalb auch Experten der Wirtschaftskammer Österreich raten, dass der Arbeitgeber die Risikohaftung für Schäden am Privatfahrzeug des Arbeitnehmers bei Dienstfahrten durch eine Risikohaftung abdecken sollte.

Existenz von kleinen Betrieben steht auf dem Spiel

"InÖsterreich gibt es derzeit rund 410.000 Betriebe, 92,3 Prozent davon sind Kleinstbetriebe mit bis zu 9 Mitarbeitern. Sollte eine Haftung schlagend werden, kann diese für diese Unternehmen deren Existenz kosten. Wir raten daher Unternehmen, sich dagegen entsprechend zu schützen und bieten auch individuelle Packages im Rahmen unserer Global Business Assistance an", so Heißenberger. Im Rahmen dieses Packages können als Zusatzmodule auch Mobilitätsschutz für Firmenautos bzw. entsprechender Schutz für Dienstgeber, die Mitarbeiter mit dem Privat-Pkw auf Dienstreise schicken, gebucht werden.

Auch Jean Francois Diet, Geschäftsführer der Europ Assistance GmbH, verweist auf die Wichtigkeit einer entsprechenden Versicherung, vor allem im Falle von Pannen: "Diese hängt oft mit dem Alter des Fahrzeugs und der gewählten Versicherung zusammen, innerhalb der Garantiezeit des Fahrzeugs besteht zumeist eine Mobilitätsgarantie, darüber hinaus hängt es auch davon ab, ob nur eine Haftpflicht-oder auch eine Kaskoversicherung gewählt wurde."

Unterschiedliche Modelle

Differenziert werde im Falle von zu erbringenden Leistungen auch zwischen Panne oder Unfall, ein Punkt der zu beachten sei. Europ Assistance verfügt über Partnerschaften mit Automobilherstellern und-importeuren, mit Leasing- und Finanzierungsgesell schaften, sowie mit dem Kfz-Handel und Werkstätten und bietet Mobilitätslösungen sowie Kfz-Assistance Leistungen wie Pannenhilfe, Abschleppung oder Mietwagenorganisation, bis hin zur Organisation von Notübernachtungen, Fahrzeug-und Fahrerrücktransporten.




www.allianz.at
www.oeamtc.at







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