Ausgabe
02
2013


Aussteigen

Rot-weiß-roter Sieg bei der eigkalten Challenge

Die Fulda Challenge gilt weltweit als einer der härtesten Extremsportevents. Gefordert sind dabei sowohl Mensch als auch Maschine, sprich die Fahrzeugflotte. Über die Bühne ging das extreme Abenteuer heuer bereits zum 13. Mal, FLOTTE&Wirtschaft war dabei.

Schauplatz der diesjährigen Fulda-Challenge war traditionell auch diesmal das Yukon Territory im Nordwesten Kanadas. Zurückgelegt wurden insgesamt mehr als 2.000 Kilometer. Dafür stand eine Flotte von 40 Chevrolet Equinox bereit, der in unseren Breiten besser als Captiva bekannt ist. Überflüssig zu erwähnen, dassalle Fahrzeuge mit Fulda-Reifen bestückt waren. Ein hervorragendes Material ist in dieser Gegend fast überlebensnotwendig. Ein Winterdienst ist zwar vorhanden, man ist aber im wahrsten Sinn des Wortes meilenweit davon entfernt, wenn man glaubt, dass die Straßen dann zur Gänze von Schnee und Eisgesäubert werden und beispielsweise salznass sind.

Abseits der Zivilisation

Gefahren wird nämlich auf durchaus verschneiten Highways sowie vereisten Schotterpisten. Und das stundenlang, hunderte Kilometer weit, manchmal sogar bei dichtem Schneetreiben. Ein Unfall oder eine Panne ist dabei mehr als unangenehm, denn man ist auf weiter Flur allein. Nur hin und wieder kommt ein einsamer Truck oder Geländewagen. Kein Wunder, beläuft sich die Bevölkerungsdichte im Yukon doch gerade einmal auf einen Einwohner pro 14 Quadratkilometer. Mit 483.450 Quadratkilometer Fläche ist das Gebiet größer als Deutschland, Belgien, Dänemark und die Niederlande zusammen und das bei einer Einwohnerzahl von knapp 35.000. Allein im Umkreis der Hauptstadt Whitehorse leben etwa 25.000 Menschen. Erschlossen ist das Yukon Territory durch ein 4.734 Kilometer langes Straßennetz.

Viele Westernnamen

Die Fulda Challenge führt einen also in Gegenden, die man eigentlich sonst nicht erreicht, schon gar nicht im Winter. Entdeckt wird eine Landschaft, die spektakulärer und bizarrer nicht sein kann. Reminiszenzen an so manchen Western werden geweckt.

So stößt man auf Namen wie "The Lost Patrol","Mad Trapper" oder "Klondike". Die Route führt zum Beispiel nach Dawson City, wo zu Ende des 19. Jahrhunderts der größte Goldrausch aller Zeiten arme Schlucker über Nacht zu "Kings of the Klondike" machte. Von dort ging es über den berüchtigten Dempster Highway bis zum Polarkreis, der im Winter nur von wenigen Menschen befahren wird. In Summe wurden zahlreiche historische Stätten und Orte besucht, die eine faszinierende Kulisse für die spannenden Bewerbe lieferten.

Bewundernswerte Leistungen

Die wahre Challenge war aber von den Athleten bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius zu absolvieren. Dazu zählten ein Autoslalom auf dem Schwatka Lake, ein Kletterevent am Mount Sima, Hundeschlittenrennen auf dem Takhini River, Airplanepulling auf dem Fish Lake, eine Blindfahrt auf Schnee-Runway, Eisbohren auf dem Pelly River, 10 Kilometer Distanzlauf zum Polarkreis, 3 Kilometer Schneeschuhlauf in die Tombstone Mountains, Kanu-Downhill und Reifen-Slingshot auf dem Yukon River. Jede und jeder Einzelne zeigte dabei unglaubliche Leistungen. Damit alles korrekt ablief, dafür sorgte Hans-Joachim Stuck. Motorsportbegeisterten kein Unbekannter, war er doch Formel-1-Fahrer, Langstreckenweltmeister, DTM-Champion, zweifacher Le-Mans-Sieger und mehrfacher Sieger des 24-Stunden-Rennens vom Nürburgring. Heute ist er bei der Volkswagen AG in der Konzern-Kommunikation als Repräsentant Motorsport tätig. Von Stuck kamen die wertvollen Tipps, bevor es mit den Chevrolets auf die vereisten Highways und Schotterstraßen ging.

Österreich an der Spitze

Mit Stolz kann hier verlautbart werden, dassÖsterreich sowohl im Team-als auch im Einzelwettbewerb als Sieger hervorging. Unsere Vertreter bei der Fulda Challenge 2013 waren die Ernährungswissenschafterin Renate Reingruber aus Niederösterreich und der Polizist Andreas Leiter aus Tirol.

Was aber hat Reingruber dazu bewogen, sich für die Fulda Challenge zu bewerben? "Ich habe sehr viele Jahre Leistungssport betrieben, wo immer nur Minuten und Sekunden gezählt haben. Mittlerweile schätze ich den Erlebnisfaktor sehr und wähle Wettbewerbe, bei denen auch das Drumherum spannend ist. Die Fulda Challenge ist für mich das ultimative Abenteuer, gepaart mit großartigen sportlichen Herausforderungen. Also genau das, was ich suche."

Ähnlich sieht es Leiter: "Ich liebe die Herausforderung und das Abenteuer. 2 Eigenschaften, die die Fulda Challenge perfekt vereint. Logisch, dass ich mich dafür qualifizieren wollte. Dass es gleich auf Anhieb geklappt hat, macht mich glücklich und stolz. Denn ein solches Erlebnis kann man nichtkaufen und man ist einer von wenigen Privilegierten, die dabei sein dürfen und die kanadische Wildnis erleben."

Reingruber und Leiter waren unisono insgesamt von der Fulda Challenge begeistert:„Es gibt nicht viele, die so etwas erleben dürfen. Beeindruckend war das Zusammenspiel von extremen Wettbewerben, Teamgeist, außergewöhnlicher Landschaft und Temperaturen. Es war wirklich ein Erlebnis.“

Anmeldung für 2014 möglich

Wer Interesse an der Fulda Challenge 2014 hat, kann sich bereits jetzt unter www.fulda.at anmelden. Dass die nötige Fitness und Ausdauer notwendig ist, versteht sich von selbst.











Newsletter

test

Suchen


Beispiel aus unserer
Fotogalerie

Toyota Proace Dauertester
Toyota Proace Dauertester
Umfrage?

Verwalten Sie Ihre Fahrzeuge selbst oder mittels externem Fuhrparkmanagement?





Spacer
Lederers Auto&Wirtschaft Auto&Information Info4you Flotte&Wirtschaft 4wd Allrad Katalog Familien Autos Auto Build Auto&Wirtschaft Auto&Technik Auto&Carrosserie Auto&Economie About Fleet




Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren, können Sie unsere RICHTLINIEN FÜR DATENSCHUTZ UND VERWENDUNG VON COOKIES aufrufen.

OK
Top
AGB    |     Impressum    |     Datenschutz    |     Verlag    |     KONTAKT
   © 2018 A&W Verlag GmbH. All rights reserved.
Symple