Ausgabe
11
2018




Fuhrparkmanagementund Leasing-ABC

Nur wer versteht, wovon gesprochen wird, kann auch mitreden. Deshalb präsentiert Ihnen Fuhrpark-Kompakt das große Leasing-und Fuhrpark-ABC, in dem sämtliche Schlüsselwörter verständlich erläutert werden.

Abschreibung Die Abschreibung, in der Praxis auch AfA (Absetzung für Abnutzung) genannt, bewirkt, dass die Ausgaben für betriebseigene Investitionsgüter, also auch Kraftfahrzeuge, in der Bilanz auf die voraussichtliche Nutzungsdauer (= Abschreibungsdauer) verteilt werden.

Abschreibungsdauer Die Dauer der Abschreibung richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Der Gesetzgeber schreibt für gewisse Objektgruppen eine Mindestabschreibungsdauer vor. Im Fall von Pkws sind das acht Jahre -bei vorsteuerabzugsfähigen Fahrzeugen (Fiskal-Lkw) mindestens fünf Jahre.

Aktivposten Seit 1996 können bei Leasingfinanzierungen (Restwert-und Finanzierungsleasing -nicht bei Operating Leasing) aufgrund des Strukturanpassungsgesetzes nur mehr der Abschreibungsbetrag und die Finanzierungskosten als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Dafür ist über die Differenz von Tilgungsanteil und fiktiverAfA ein Aktivposten zu bilden (§ 8 Abs. 6 Z 1 EStG). Am Ende des Leasingvertrages ist der Aktivposten gewinnmindernd aufzulösen. Wird das Fahrzeug angekauft, muss der Aktivposten auf die restliche Nutzungsdauer des Fahrzeuges verteilt werden. Diese Einschränkung gilt nicht für Lkws sowie für vorsteuerabzugsfähige Busse, Pritschenund Kastenwagen (Fiskal-Lkw).

Annuität Die Annuität bezeichnet die jährliche Rückzahlungsrate zur Begleichung einer Geldschuld. Die Rate setzt sich aus einem Tilgungsanteil und einem Zinsanteil zusammen.

Anpassung der Leasingrate Eine Korrektur der monatlichen Leasingrate während der Laufzeit ist möglich, wenn entsprechende Vereinbarungen im Leasingvertrag getroffen wurden. Sinnvoll sind Anpassungen vor allem dann, wenn beispielsweise bemerkt wird, dass die tatsächliche Kilometerlaufleistung von der im Vertrag festgemachten deutlich abweicht.

Anzahlung Gemeinsam mit der ersten Leasingrate zahlt der Leasingnehmer eine Sonderzahlung, die künftige Leasingentgelte mindert (siehe auch Depot).

Amortisation Unter Amortisation versteht man den termingerechten und planmäßigen Ausgleich einer langfristigen Verbindlichkeit (sprich: der Leasingvertrag) in festgesetzten Raten. Wird, wie das bei einem Großteil der abgeschlossenen Leasingverträge der Fall ist, keine vollständige Amortisation erreicht, spricht man von einem "Teilamortisationsvertrag".

Auflösung von Leasingverträgen Die vorzeitige Auflösung ist mittels Ausnahmen und bei berechtigten, wirtschaftlichen Gründen (z. B. Totalverlust des Leasingobjekts) auch während der unkündbaren Grundmietzeit möglich. Etwa, wenn triftige Gründe gegen einen wirtschaftlichen Einsatz des Fahrzeugessprechen. Damit die steuerliche Anerkennung der bezahlten Leasingraten aufrecht bleibt, müssen die Gründe für die Auflösung gegenüber dem Finanzamt nachweisbar sein. In jedem Fall ist jedoch die Differenz aus den abgezinsten (noch fälligen) Raten und dem Restwert (= Buchwert/Barwert) zum aktuell erzielbaren Marktwert zu bezahlen, was eine hohe Einmalzahlung zur Folge hat. Bei einem Totalschaden schließt eine sogenannte GAP-Versicherung die etwaige Lücke zwischen Buchwert und Marktwert.

Auslaufende Leasingverträge Gewöhnlich wird der Leasingnehmer durch den Leasinggeber vor Auslaufen des Leasingvertrages über das Vertragsende informiert. So kann die weitere Abwicklung rechtzeitig vereinbart werden.

Barwert/Buchwert Unter dem Begriff Barwert versteht man den durch Abzinsung ermittelten Gegenwartswert einer zukünftig fälligen Zahlung. Die Abzinsung macht Zahlungsströme mit unterschiedlichen Zahlungsterminen vergleichbar.

Basel II Die Regeln von Basel II besagen, dass ein Kreditinstitut das Kreditrisiko der Kunden durch ein Rating berechnen muss. Die Rating-Einstufung ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung, weil durch das Rating-Verfahren nach Basel II eine höhere Abhängigkeit der Finanzierungskosten von der individuellen Bonität eines Unternehmens gegeben ist. Kurz: Von Unternehmen mit guter Bonität verlangt die Bank eine geringere Eigenmitteldeckung oder Zinsaufschläge.

Bilanzneutral Beim Operating Leasing (ohne Aktivpostenbildung) erscheint das Objekt nicht in der Bilanz des Leasingnehmers auf. Man spricht deshalb von einer bilanzneutralen Finanzierung. Dadurch wird auch die Eigenkapitalquote des Leasingnehmers positiv beeinflusst.

Bonität Der Leasinggeber prüft vor Vertragsabschluss die Kreditwürdigkeit des Leasingnehmers. Die Bonitätsprüfung dient der Reduzierung des Leasinggeberrisikos und ist für die Refinanzierung der abgeschlossenen Leasingverträge notwendig (siehe auch Basel II).

Cross-Border-Leasing Leasinggeber und Leasingnehmer befinden sich in verschiedenen Ländern. Im Fall von Pkws macht dies heutzutage eigentlich keinen Sinn mehr, da Steuervorteile durch Differenzzahlungen auszugleichen sind. Meist sind nationale Lösungen kostengünstiger.

Depot Mit Vertragsbeginn kann der Leasingnehmer eine Depotleistung vornehmen bzw. eine Kaution leisten, die am Vertragsende ausbezahlt oder mit einer eventuellen Forderung gegenverrechnet wird. Dienstwagenordnung (Car Policy) Die Dienstwagenordnung definiert die Nutzung, die Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten zwischen Arbeitgeber und Dienstwagenfahrern. Beispielsweise werden damit die Halterpflichten auf den Nutzerübertragen. Die Verordnung sollte vom Benutzer unterschrieben werden.

Eigentum Der Leasinggeber ist rechtlich sowohl der juristische wie auch wirtschaftliche Eigentümer der geleasten Fahrzeuge. Der Leasingnehmer kann das Auto am Ende der Laufzeit jedoch gegen Zahlung des Restwertes oder des Marktwertes im Operating Leasing übernehmen.

Einkaufskonditionen Insbesondere für kleinere und sehr heterogene Fuhrparks kann es interessant sein, wenn der Leasing-oder Fuhrparkmanagementanbieter die Fahrzeuge bestellt. Sie verfügen nämlich häufig über bessere Konditionen als der Fuhrparkbetreiber.

Ende des Leasingvertrages Der Leasingvertrag endet durch Zeitablauf. Dann stellt sich aufgrund der jeweiligen Vereinbarungen die Frage, was nun mit dem Fahrzeug geschieht bzw. welche Zahlungen zu leisten sind (Restwert, Schäden, Minderwerte, Mehr-Minder-Kilometer). So muss der Leasingnehmer beim Operating Leasing das Fahrzeug beispielsweise zurückstellen und eine -durch Gutachter festgestellte -eventuell vorhandene Differenz zwischen dem geringeren tatsächlichen Wert des Fahrzeuges und dem kalkulierten Restwert (sogenannter Minderwert) übernehmen. Beim Restwertleasing ist der Restbetrag offen -es kommt zu keinen zusätzlichen Kosten.

Ersatzwagen Professionelle Leasing-und Fuhrparkmanagement-Anbieter stellen ihren Kunden im Fall eines Unfalls oder einer Reparatur einen Ersatzwagen -eventuell sogar kostenlos -zur Verfügung.

Fahrzeughalterhaftung Als Fahrzeughalter müssen die Fuhrparkbetreiber alle Pflichten der Straßenverkehrsordnung, Unfallverhütung, Versicherungsbestimmungen etc. übernehmen. Die Halterhaftung kann nur beschränkt, etwa bei der Ladungssicherung, auf den Fahrer übertragen werden.

Finanzierungsbetrag Der Finanzierungsbetrag sind jene Aufwendungen, die der Leasinggeber aufbringen muss, um das Leasingobjekt zu erstehen. Sie entsprechen in der Regel dem Anschaffungswert.

Fixzinssatz Der Zinssatz wird für die gesamte Leasingdauer fixiert. Damit schaltet der Leasingnehmer höhere Kosten durch einen Zinsanstieg aus.

Fuhrparkkosten-Analyse Im Rahmen der Fuhrparkkosten-Analyse werden die betreffenden direkten Kosten (Leasingrate, Verkaufserlöse sowie Werkstatt-, Reifen-, Versicherungs-und Treibstoffkosten etc.) und die indirekten Kosten (Belegwesen, interne Administration, IT u. a.) beleuchtet. Auch wird die bestehende Car Policy/Dienstwagenrichtlinie betrachtet. Auf Basis der Ergebnisse können Maßnahmen zur Optimierung und Kostensenkung gesetzt werden.

Fuhrparkprozesskosten-Analyse Die Fuhrparkprozesskosten-Analyse ist aufwendiger als die Kosten- Analyse, da sehr viele Unternehmensbereiche in die Fuhrparkverwaltung involviert sind. Gerade deshalb sollte sie in regelmäßigen Abständen (alle 2 Jahre) durchgeführt werden, um zu kontrollieren, ob beispielsweise die durchgeführten Outsourcing-Maßnahmen die hausinternen Prozesse auch tatsächlich reduziert haben.

Fuhrparkmanagement Unter diesem Begriff summieren sich alle strategischen und operativen Maßnahmen, die notwendig sind, um einen Fuhrpark zu betreiben. Viele Unternehmen lagern Teilbereiche oder den gesamten Fuhrpark an ein externes Fuhrparkmanagement-Unternehmen aus. So können z. B. die Beschaffung und Verwertung von Fahrzeugen, die bargeldlose Abwicklung für Service, Reparatur, Reifenwechsel und Tanken, Versicherungsberatung, Schadensmanagement und Kostenanalyse an Drittanbieter abgegeben werden.

Full-pay-out-Leasing Wird auch "Vollamortisations-Leasing" genannt. Die Leasingrate ist so berechnet, dass während der Vertragsdauer die gesamten Investitionskosten getilgt werden -so bleibt am Ende der Grundmietzeit kein Restwert und das Fahrzeug geht ins Eigentum des Leasingnehmers über. Bei dieser Form erfolgt die Aktivierung beim Leasingnehmer.

Full-Service-Leasing Beim Full-Service-Leasing inkludiert die monatliche Leasing-Rate auch sämtliche Kosten, die mit dem Betrieb des Fahrzeugs in Zusammenhang stehen (Reifen, Wartungen und Reparaturen).

Garantie/Gewährleistung Der Leasinggeber gibt als Käufer des Leasingwagens die jeweiligen Garantie-und Gewährleistungsansprüche an den Leasingnehmer ab. Dieser verpflichtet sich, etwaige Garantie-bzw. Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Fahrzeughersteller geltend zu machen. Der Leasingnehmer hat alsodie Stellung eines Käufers.

Gebrauchtwagen-Leasing Ein gebrauchtes Auto ist leasingfähig, wenn dem Leasinggeber beim Ankauf ein Vorsteuerabzug zusteht. Dies trifft u. a. auf Vorführwagen und Mietfahrzeuge zu.

Geschlossene Abrechnung Hierbei werden nur die monatlichen Kosten für Finanzierung und Instandhaltung angeführt, nicht aber der Restwert, Zinssatz etc. ausgewiesen. Die von den Leasinggebern gern angeführten steuerlichen Vorteile sind nicht gegeben. Ebenso ist ein objektiver Vergleich von unterschiedlichen Angeboten nicht möglich. Diese Form wird auch als Langzeitmiete bezeichnet.

Haftpflichtversicherung Zu den Pflichten des Fuhrparkbetreibers gehört es, die Autos gegen alle dem Leasingnehmer erforderlich erscheinenden Risiken auf eigene Kosten zu versichern. Da der Leasinggeber juristischer Eigentümer bleibt, muss der Leasingnehmer dies der Versicherung melden.

I FRS/ IAS Internationale Bilanzierungsstandards. In diesen sind die Vorgaben definiert, in welchem Fall es sich um Operatingleasing oder Finanzleasing handelt. Dementsprechend wird das Leasingobjekt der Bilanz des Leasingebers oder des Leasingnehmers zugerechnet.

Instandhaltung Der Fuhrparkbetreiber ist verpflichtet, das LeasingFahrzeug laufend in einem der vertraglich vereinbarten Nutzung entsprechend technischen und optischen Zustand zu halten. Dazu gehört auch die korrekte Wahrnehmung von Wartungs-und Service-Terminen.

Ist-Kosten-Abrechnung Wird häufig auch als "offene Abrechnung" bezeichnet, da am Vertragsende alle Kosten offengelegt werden. Die Abrechnung erfolgt dann zu den tatsächlich angefallenen Kosten. Das bedeutet: Mehrkosten werden nachverrechnet, Überschüsse werden rückerstattet. Für Neufahrzeuge ist sie weniger empfehlenswert, da das Restwert- Risiko und die Instandhaltung der Kunde trägt.

Kalkulatorischer Restwert Der (kalkulatorische) Restwert ist jener Wert, der am Ende des Leasingvertrages noch nicht amortisiert ist. Der Restwert wird zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber vereinbart. Er sollte idealerweise dem zu erwartenden Marktwert entsprechen.

Kaufoption Die Kaufoption räumt dem Leasingnehmer das Recht ein, das Objekt am Ende der vertraglichen Laufzeit zu erwerben.

Kilometerbeschränkung Geschlossene Leasingverträge beinhalten eine kilometerbezogene Maximallaufleistung. Wird dieser Wert überschritten, können dem Leasingnehmer zusätzliche Kosten entstehen (Ersatz für Mehrkilometer). Wird die vereinbarte Kilometerleistung nicht erreicht, werden die Minderkilometer voll oder bis zu einer gewissen Grenze rückerstattet.

Kostenvergleich Ob der klassische Kauf oder Leasing als konventionelle Methode zur Fahrzeugfinanzierung günstiger ist, lässt sich nur unter Berücksichtigung der jeweils individuellen Anforderungen beantworten.

Laufzeit Ist die vereinbarte Vertragsdauer derÜberlassung.

Leasingrate Die Leasingrate setzt sich aus der Amortisation und den Zinskosten zusammen. Die Höhe bestimmt sich durch Fahrzeugpreis, Höhe und Verwendungsart der Eigenleistung (Anzahlung), Höhe des Restwertes sowie Laufzeit und Finanzierungskosten. Die Leasingrate kann fix oder variabel vereinbart werden, je nachdem, ob die Zinsen fix oder variabel sind.

Leasingvertrag Im Leasingvertrag werden Rechte und Pflichten von Leasingnehmer und Leasinggeber festgelegt. Neben den AGBs werden die wesentlichen Eckpunkte der Finanzierung (Anschaffungskosten, Leasingvertragsdauer, Restwert, Leasingrate, Mehr-Minder-Kilometer etc.) definiert.

Leasingvertragsgebühr Die Leasingvertragsgebühr ist eine gesetzliche Gebühr, die -wie bei anderen Mietverträgen - einmalig an das Finanzamt zu entrichten ist.

Leasingvorauszahlung Als Leasingvorauszahlungen werden Eigenmittel bezeichnet, die der Leasingnehmer vor Vertragsbeginn an den Leasinggeber entrichtet. Diese senken den Finanzierungsbetrag und reduzieren somit die monatlichen Leasingkosten.

Liquiditätsbeschaffung Eine Sonderform der Leasingverträge sind sogenannte "Sale- and-Lease-Back"-Verträge. Durch diese besondere Vertragsform erhält der Leasingnehmer liquide Mittel in Form des Verkaufspreises. Die Form ist in Österreich aufgrund der steuerlichen Gegebenheiten nicht möglich bzw. vorteilhaft.

Maintenance Manche Leasing-und Fuhrparkmanagementanbieter haben eine "Maintenance"-Dienstleistung im Programm. Darunter versteht man die klassischen Wartungs-und Servicearbeiten am Fahrzeug.

Mängelrüge Liegen Mängel am Leasingfahrzeug vor, so ist der Lieferant zu rügen. Leasingunternehmen übertragen diese Geltendmachung an den Leasingnehmer. Der Lieferant ist verpflichtet, diese Mängel innerhalb der Garantie-beziehungsweise Gewährleistungszeit zu beheben.

Markenunabhängige Leasinggesellschaft Markenunabhängige Leasinggesellschaften sind unabhängig von einzelnen Automobilherstellern beziehungsweise -händlern. Sie stehen meist im Eigentum von Banken oder Versicherungen.

Markenabhängige Leasinggesellschaften Markenabhängige Leasinggesellschaften, auch Captives genannt, haben in der Regel als Eigentümer einen Automobilhersteller oder einen großen Automobilhändler als Gesellschafter im Hintergrund.

Mehr-Minder-Kilometerabrechnung Bei kilometerabhängigen Verträgen (auch: Closed-End-Verträge oder Operating-Verträge) einigen sich Leasingnehmer und -geber auf eine Gesamtlaufleistung innerhalb der vereinbarten Leasingdauer. Bei Rückgabe des Fahrzeugs wird der tatsächliche mit dem fixierten Kilometerstand verglichen. Je nachdem müssen Mehrkilometer nachgezahlt werden oder werden Minderkilometer erstattet. Meist gibt es gewisse Freigrenzen, die außer Ansatz bleiben, und oft ist die Auszahlung der Minderkilometer limitiert. Hier ist der genaue Modus in den AGBs zu prüfen.

Miet-Leasing-Vertragsgebühr Die Leasingvertragsgebühr ist eine Gebühr, die für Bestandsverträge (Miete, Leasing, Pacht) einmalig an das Finanzamt zu entrichten ist. Im Fall von Fahrzeugen beträgt sie ein Prozent der Bemessungsgrundlage, die aus der Summe der Leasingraten inklusive Mehrwertsteuer zuzüglich vertragsbezogener Nebenleistungen wie zum Beispiel Vollkaskoversicherung, Betriebskosten und Leasingvorauszahlungen berechnet wird.

Miet-Leasing-Vorauszahlung Unter Umständen können Eigenmittel als Leasingvorauszahlung die Höhe der monatlichen Leasingrate verringern. Die Vorauszahlung verbraucht sich während der Laufzeit und unterliegt steuerlichen Beschränkungen. So kann eine Leasingvorauszahlung maximal in der Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten eingebracht werden.

Mietkauf Mietkauf entspricht einem Full-Payout-Leasing. Hier ist der Eigentumsübergang des Mietgutes am Vertragsende vereinbart. Daher hat die Aktivierung des Mietobjektes (z. B. ein Pkw) im Anlagevermögen des Mieters zu erfolgen (On-Balance).

Mobilien-Leasing Dieser Begriff steht für das Leasen von beweglichen Gütern wie zum Beispiel Autos, Bürogeräte, Computer, Maschinen, Schiffe etc.

Nebenkosten Die Nebenkosten wie Instandhaltung und Versicherung sind beim Leasing vom Leasingnehmer zu tragen.

Normverbrauchsabgabe (NoVA) Seit 1992 muss bei der Neuzulassung von Pkws, Kleinbussen und Motorrädern in Österreich eine Normverbrauchsabgabe (NoVA) bezahlt werden. Sie bemisst sich bei Pkws und Kleinbussen nach dem CO2-Ausstoß (Formel: C02-90/5 =NoVA-Satz). Der Steuersatz wurde im März 2014 auf maximal 32 Prozent des Kaufpreises erhöht.

Null-Prozent-Leasing Hierbei entspricht die Summe der Raten, Sonderzahlungen und des Restwerts dem Listenpreis des Fahrzeugs. Häufig versuchen Hersteller durch diese Finanzierungsform den Absatz von bestimmten Modellen zu fördern und lassen hier Sonderstützen einfließen. Im Kleingedruckten ist genau zu prüfen, ob es sich um ein echtes Null-Prozent-Leasing handelt, das heißt, dass auch keinerlei Gebühren verrechnet werden oder der Leasingnehmer zum Abschluss anderer Leistungen verpflichtet wird.

Nutzungs-Abschreibungsdauer Die Dauer der Abschreibung richtet sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Der Gesetzgeber schreibt für gewisse Objektgruppen eine Mindestabschreibungsdauer vor. Im Fall von Pkw sind das 8 Jahre -bei vorsteuerabzugsfähigen Fahrzeugen (Fiskal-Lkws) mindestens 5 Jahre.

Operating-Leasing Im Gegensatz zu Deutschland, wo dieser Begriff für ein "Full- Service-Leasing" verwendet wird, versteht man in Österreich unter Operating-Leasing eine "Geschlossene Abrechnung". Dem Kunden darf weder Zinssatz noch Restwert des Vertrages bekannt sein, damit dieses Leasing bilanzneutral angesetzt werden darf.

Optionsrecht Das Optionsrecht räumt dem Leasingnehmer das Recht ein, das Leasingobjekt am Vertragsende zu einem vordefinierten Preis, meist zum Restbuchwert, zu erwerben.

Outsourcing Unter Outsourcing versteht man das betriebliche Auslagern von einfachen und komplexen Verwaltungstätigkeiten und anderer betrieblicher Aufgaben an Drittanbieter. Dies kann die direkten und indirekten Kosten des Unternehmens senken. Es ist jedenfalls darauf zu achten, dass das strategische und operative Management beim Fuhrparkbetreiber verbleibt.

Patronatserklärung Anstelle von Bürgschaften können Patronatserklärungen seitens des Sicherungsgebers (Mutterkonzern, Gesellschafter etc.) abgegeben werden. Dies hat für den Kunden den Vorteil, dass keine Bürgschaftsprovisionen anfallen. Für den Patronatsgeber hat es den Vorteil, dass die Patronatserklärung im Gegensatz zur Bürgschaft bilanzneutral ist.

Rating Beim Rating wird eine Bonitätsbewertung eines Unternehmens erstellt. Dabei wird die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens nach einem standardisierten Verfahren analysiert. Es wird überprüft, in wieweit das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann beziehungsweise wie hoch das Ausfallrisiko ist. Das Ergebnis ist die Vergabe einer Bewertung, der sogenannten Ratingklasse. Diese beeinflusst sowohl die Zinsaufschläge als auch etwaige Sicherheitsleistungen.

Reifenmanagement Klassisches Zusatzangebot von Drittanbietern, das die Kosten für die Pneus und Räder über die gesamte Laufzeit beinhaltet und häufig auch die Montage, das Wuchten, Einlagern und Entsorgen miteinschließt.

Reporting Professionelles Fuhrparkmanagement ist ohne Reporting (Berichtwesen) unmöglich. Idealerweise sind die Berichte umfassend und vollständig, decken also sämtliche Kostenstellen ab und werden mit Zusatzinformationen wie Kilometerstand beim Tanken ergänzt. Nur so lassen sich tatsächlich 10 bis 15 Prozent der Kosten einsparen.

Restwert, kalkulierter Der kalkulierte Restwert beschreibt den Wert, den das Leasingobjekt nach Ablauf der vereinbarten Mietzeit aufweist und sich aus der vereinbarten Nutzung unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktpreisentwicklung ergibt.

Restwertleasing Bei Restwertleasing (Teilamortisation) wird das Leasingentgelt so festgelegt, dass zum Ende der Vertragsdauer ein kalkulierter Restwert angesetzt wird. Dieser Restwert wird in der Berechnung des Leasingentgeltes als nicht amortisierbarer Teil (nicht rückzahlbarer Betrag) angesetzt. Damit ist die Rate im Vergleich zu einer Vollamortisation bei gleichen Finanzierungskosten und gleicher Laufzeit entsprechend niedriger.

Restwertrisiko Je nach Leasingform wird das Restwertrisiko (Marktwert vs. vertraglichem Restwert) entweder vom Leasingnehmer oder Leasinggeber getragen.

Restzahlung Die Restzahlung beschreibt jene Summe, die der Leasingnehmer bei Beendigung des Vertrages für einen Ankauf des Leasingobjektes zu zahlen hat. Die Restzahlung ergibt sich aus dem Restwert abzüglich nicht verbrauchter Eigenmittel (z. B. Depotzahlungen).

Risikomanagement Das Risikomanagement bündelt alle strategischen und operativen Aufgaben, die dazu dienen, das Verhalten der Fahrzeuglenker bei der Benutzung der Autos positiv zu verändern, um damit die Schadenhäufigkeit und -höhe zu reduzieren. Dazu gehören etwa Maßnahmen wie Fahrsicherheitstrainings oder Bonuszahlungen für unfallfreie Zeiten.

Rückgabeprotokoll Bei der Rückgabe eines Fahrzeugs ist es üblich, ein Rückgabeprotokoll anzufertigen, in dem der Zustand des Fahrzeuges (Beschädigungen, überdurchschnittliche Abnützung) aufgelistet ist. Achtung: Das Protokoll als Leasingnehmer nur dann unterschreiben, wenn man vollinhaltlich einverstanden ist.

Rückgabeschäden Schäden oder Abnutzungen am Leasinggegenstand zum Zeitpunkt der Rückgabe. Generell wird zwischen tolerierbaren und nicht tolerierbaren beziehungsweise laufleistungsanalogen oder nichtlaufleistungsanalogen Schäden unterschieden.

Rückgabepflicht Nach Beendigung des Leasingvertrages hat der Leasingnehmer das Leasingobjekt an den Leasinggeber zurückzugeben. Kommt der Leasingnehmer dieser Pflicht nicht nach, kann die Leasinggesellschaft weiterhin Zahlungen der Leasingraten sowie gegebenenfalls auch zusätzlichen Schadenersatzverlangen oder das Leasinggut einziehen lassen.

Rücktritt Tritt ein Leasingantragsteller innerhalb der Bindungsfrist oder nach Abschluss des Leasingvertrages jedoch vor Lieferung des Objektes vom Leasingvertrag zurück, hat er dem Leasinggeber alle daraus resultierenden eigenen und fremden Aufwendungen sowie einen Gewinnanteil zu ersetzen. Nach Vertragsbeginn, also nach Übernahme des Leasingobjektes durch den Leasingnehmer, ist ein Rücktritt grundsätzlich ausgeschlossen und allenfalls zu relativ hohen Auflösungskosten möglich.

Sale-and-Lease-Back Der Leasingnehmer verkauft sein leasingfähiges Investitionsobjekt an den Leasinggeber. Der Kaufpreis wird aufgrund eines Gutachtens ermittelt. Der Leasinggeber verleast das Objekt dann an den Leasingnehmer zurück. Auf diesem Weg erhält der Leasingnehmer zusätzliche Liquidität. Bei Fahrzeugen ist diese Vertragsgestaltung aufgrund steuerrechtlicher Umstände nicht zu empfehlen.

Schadensmanagement Schadensmanagement umfasst nicht nur die Abwicklung von Reparaturen, sondern schließt auch die Analyse der Schadensarten, -häufigkeit und -strukturen in einem Fuhrpark ein. Das heißt: Professionelles Schadensmanagement beginnt mit proaktiven Schritten wie etwa der Auswahl von sicherheitsrelevanten Ausstattungsmerkmalen (Parkpiepser, Rückfahrkamera) bei der Fahrzeugbestellung und reicht bis zur Aus-und Weiterbildung der Lenker.

Service-Leasing Full-Service-Leasing liegt dann vor, wenn im Zusammenhang mit einem Leasing-Vertrag ein Servicevertrag abgeschlossen wird, der Dienstleistungen rund um das Leasing-Objekt beinhaltet. Weit verbreitet sind Full-Service-Leasing-Verträge im Fahrzeugbereich (z. B. Tankkarte, Wartung, Reparatur, Reifen usw.), im Büromaschinen-und EDV-Leasing (z. B. Wartung, Verbrauchsmaterialien etc.) sowie im Immobilien-Leasing (z. B. Facility-und Baumanagement).

Sicherheiten Im Normalfall dient dem Leasinggeber das Leasingobjekt als Sicherheit. Je nach Risikoeinschätzung können jedoch Zusatzsicherheiten fällig werden. Dazu zählen etwa Kautionen, Bürgschaften und Garantien.

Spezial-Leasing Wenn ein Leasingobjekt so auf die speziellen Erfordernisse eines einzigen Leasingnehmers zugeschnitten ist, dass es nur von diesem wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann, liegt Spezial-Leasing vor. In diesen Fällen erfolgt die steuerliche Zurechnung des Leasingobjektes beim Leasingnehmer.

Steuer-/Fiskal-Lkw Für jene vom Bundesministerium für Finanzen anerkannte Kleinautobusse, Pritschen-und Kastenwagen steht Unternehmern ein Vorsteuerabzug zu. Außerdem ist bei Fiskal-Lkws die Bildung eines Aktivpostens nicht erforderlich. Eine Liste dieser Fahrzeuge ist auf der Webseite des Finanzministeriums zu finden.

Teilamortisations-Leasing Hierzu zählt etwa das Restwert-Leasing. Während der Leasingvertragsdauer werden nicht die kompletten Investitionskosten getilgt, wobei die Leasingrate so berechnet wird, dass am Ende der Laufzeit der (kalkulierte) Restwert ausständig ist. Die Leasingvertragsdauer beträgt maximal 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Abschreibungsdauer.

Tilgungsanteil Der Tilgungsanteil ist die Basis für die Ermittlung des Aktivpostens bei Pkws. Er berechnet sich folgendermaßen: Netto-Kaufpreis minus Restwert inkl. MwSt =Gesamttilgung : Vertragsdauer =Tilgungsanteil pro Monat.

Totalschaden Für (Total-)Schäden am Leasingfahrzeug ist ausschließlich der Leasingnehmer verantwortlich, da sich das Leasingobjekt während der Laufzeit in seiner Verfügungsgewalt befindet. Bei einem Totalschaden hat der Leasingnehmer dem Leasingunternehmen den noch offenen Buchwert sowie den auf die Laufzeithochgerechneten Gewinn zu ersetzen.

Übergabeprotokoll Die Fahrzeugübergabe stellt den Rechtsmoment dar, in dem das Auto vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer als Mieter übergeht. Oft erfolgt im Zuge dessen auch hier der Eigentumsübergang vom Verkäufer an den Leasinggeber. Es ist daher erforderlich, ein detailliertes Übergabeprotokoll zu erstellen, das den Zustand des Fahrzeugs sowie das Übergabedatum festhält.

US-GAAP Bei der Beurteilung von Leasingverhältnissen unter IAS/IFRS und US-GAAP werden die Kriterien festgesetzt, wann es sich um ein Operatingleasing im internationalen Verständnis handelt und wo die Zurechnung Leasinggeber oder Leasingnehmer zu erfolgen hat.

Untergang des Objekts Darunter versteht man die Zerstörung beziehungsweise das Abhandenkommen eines Fahrzeugs durch einen Unfall, Diebstahl oder ein sonstiges Ereignis. In einem solchen Fall ist der Leasingnehmer verpflichtet, dem Leasinggeber den noch offenen Restbuchwert auszugleichen. Dies kann mittels Versicherungsleistungen oder Eigenmitteln erfolgen.

Verhaltenspflichten Zumeist werden in den AGBs zwischen Leasingnehmer und -geber Verhaltenspflichten festgelegt, die unter anderem garantieren sollen, dass das Fahrzeug nur zu den vereinbarten Zwecken eingesetzt werden darf.

Verlängerungsoption Eine Verlängerungsoption wird dem Leasingnehmer durch die Leasinggesellschaft eingeräumt, damit der Kunde das Fahrzeug nach Ablauf der Grundmietzeit weiter nutzen kann.

Verschleißreparaturen Bei Verschleißreparaturen werden Teile, die einer Abnützung unterliegen, ersetzt. Diese Kosten hat der Leasingnehmer in der Regel selbst zu tragen. Bei Leasingvarianten mit Serviceverträgen können Verschleißreparaturen inkludiert werden.

Vertragslaufzeit Das ist die Zeitspanne vom Beginn des Leasingvertrages bis zum geplanten beziehungsweise tatsächlichen Vertragsende. Die geplante Vertragslaufzeit kann in beiderseitigem Einvernehmen jederzeit verkürzt oder verlängert werden.

Verwertungserlös Der Verwertungserlös des Leasingobjektes (z. B. der erzielbare Gebrauchtwagenerlös bei einem KfzLeasingvertrag) steht grundsätzlich der Leasinggesellschaft als Eigentümer zu. Hiervon können, jedoch nur bei Restwertverträgen, abweichende Vereinbarungen getroffen werden, insbesondere dann, wenn der Leasingnehmer sich entschließt, einen Folgevertrag abzuschließen. Bei Vorliegen eines Restwertvertrages auf Basis des Teilamortisationserlasses vom 22.12.1975 hat der Leasingnehmer in der Regel einen Anspruch auf 75 Prozent des Veräußerungsmehrerlöses über dem kalkulierten Restwert. Bei Abschluss eines neuen Vertrages können jedoch auch die vollen 100 Prozent des Mehrerlöses an den Leasingnehmer ausgeschüttet werde. Bei geschlossenen Verträgen liegen das Restwertrisiko und die Ertragschance bei Verwertung gänzlich beim Leasinggeber.

Vollamortisationsvertrag Auch Full-Pay-Out-Leasing genannt. Die während der Vertragsdauer entrichteten Leasingraten entsprechen in voller Höhe den Aufwendungen des Leasinggebers.

Vorschüssig/Nachschüssig Bei vorschüssiger Zahlweise sind die Leasingraten am Anfang des Monats im Vorhinein fällig, bei nachschüssiger Zahlweise erst am Monatsende, also im Nachhinein.

Zinssatz Dieser kannüber die Laufzeit fix oder variabel vereinbart werden.

Zahlungsweise Im Normalfall sind Leasing-und Serviceraten monatlich oder vierteljährlich im Voraus zu zahlen. Auf Antrag des Leasingnehmers ist jedoch auch eine nachschüssige Zahlungsweise zulässig.

Zinsanpassung Bei Leasingverträgen wird der in der Leasingrate enthaltene Zinsanteil an die aktuellen Geld-und Kapitalmarktverhältnisse angepasst. Als Grundlage für die Zinssatzanpassung werden in der Regel Indexe herangezogen (Euribor, Sekundärmarktrendite oder SWAP).

Zinsfestschreibung Bei sehr langen Lieferzeiten (6 bis 12 Monate) kann es sinnvoll sein, die Zinsen festzuschreiben. Dadurch wird das Zinsentwicklungsrisiko für den Leasingnehmer minimiert. Häufig wird dafür von der Leasinggesellschaft jedoch eine gesonderte Gebühr verlangt.











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