Feb
19
2019


Umwelt

Sicher laden?!

Der ÖAMTC hat zwölf aktuelle Wallboxen in Hinblick auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bedienfreundlichkeit untersucht. Das Ergebnis: Je drei Mal "sehr gut","gut","genügend" und "nicht genügend". Plus: Die neuen Förderrichtlinien kompakt erklärt.

Als Faustregel für eine Wallbox gilt: Je höher die Kilowatt-Ladeleistung, desto höher der Preis; von „Do-it-yourself-Bausätzen“ sollte man generell die Finger lassen, im Test überzeugte keines dieser Modelle




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Ein Hinweis zu Beginn: "Die Installation einer Wallbox ist generell nichts für Laien oder Hobby-Elektriker. Damit ein sicherer Betrieb möglich ist und weder Mensch noch Fahrzeug zu Schaden kommen, braucht man unbedingt einen Elektriker", erklärt ÖAMTC Techniker Steffan Kerbl. Insgesamt zwölf Wallboxen hat der Mobilitätsclub genauer unter die Lupe genommen, wobei er die Modelle ABL eMH1, KEBA KeContact P30 und Mennekes Amtron Xtra 22 C2 uneingeschränkt empfehlen kann. "Alle drei Boxen sind zuverlässig und sicher, die Modelle von ABL und KEBA sind außerdem sehr leicht bedienbar", sagt ÖAMTC Experte Kerbl. "Bei der Box von Mennekes ist die Montage verhältnismäßig aufwendig und der integrierte Energiezähler nicht gut ablesbar." Auch die innogy eBox und Schneider-Electric EVlink seien empfehlenswert, hätten aber trotz ihres hohen Preises keinen Fehlerstromschutz. Ein solcher muss in dem Fall zwingend beim Sicherungskasten im Haus verbaut werden, was mitzusätzlichen Kosten verbunden ist. Die wallbe Eco 2.0 - ebenfalls mit empfehlenswert beurteilt - hat dagegen den elektronischen Gleichstromfehlerschutz schon eingebaut.



Finger weg von Bastellösungen

Mit "genügend" haben die Tester des Mobilitätsclubs die Boxen EV OneStop WallPod, Vestel EVC02-AC3 und Wallbox Chargers Commander beurteilt. Alle drei weisen Mängel in der Sicherheit auf - unter anderem ist in der Wallbox von EV OneStop die vorgeschriebene Steckerverriegelung nicht verbaut, beim Modell von Vestel ist ein fehlerhaftes Einschalten der Spannung möglich und in der Installationsanleitung des Gerätes von Wallbox Chargers fehlt der Hinweis auf den zwingend erforderlichen Fehlerstromschutz. Schlussendlich gab es auch drei "nicht genügend". Einmal für die Alfen ICU Eve Mini, deren Gleichstromfehlerschutz viel zu spät auslöst. Komplett die Finger lassen sollte man laut ÖAMTC auch von "Bastel"-Wallboxen, die man online bestellen kann. Die beiden getesteten Produkte (Simply EVSE- Bausatz von Franz Röcker und Simple EVSE von Annies-Carparts) wurden mit "nicht genügend" beurteilt: Bei einer simulierten Fehlermeldung des E-Autos wurde der Strom nicht abgeschaltet beziehungsweise sogar aktiviert. Damit könne es zu Sach- und sogar zu Personenschäden kommen. Preislich lagen die Boxen zwischen 300 Euro für einen "Do-it-yourself-Bausatz" und rund 1.900 Euro für das teuerste Modell im Test, das gleichzeitig eines der besten ist. Die Kosten hängen unter anderem auch von der Ladeleistung ab. Als Faustregel gilt: je mehr Kilowatt, desto teurer die Wallbox. 

 

Zum Thema: Neue Förderrichtlinien

Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine erhalten beim Kauf eines Elektro-Pkw mit reinem Elektroantrieb oder eines Brennstoffzellenfahrzeuges statt 4.000 nun 3.000 Euro, wobei sich der Betrag aus 1.500 Euro staatlicher Förderung und 1.500 Euro E-Mobilitätsbonusanteil, der von den Fahrzeugimporteuren übernommenwird, zusammensetzt. Wichtig für Betriebe: Der Brutto-Listenpreis (Basismodell ohne Sonderausstattung) darf 60.000 Euro (bisher lag die Grenze bei 80.000 Euro) nicht überschreiten und der Strom darf ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. Für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von weniger als 2,5 Tonnen werden nun 5.000 Euro (statt bisher 3.000 Euro) ausgeschüttet. E-Nutzfahrzeuge über 2,5 Tonnen sind mit maximal 10.000 Euro förderungswürdig, der Kauf von E-Bussen (Klasse M2) mit maximal 20.000 Euro unterstützt.

Von 1.500 bis 20.000 Euro Förderung Plug-in-Hybride und Range Extender werden mit 1.500 Euro unterstützt - auch hier teilen sich die Ministerien und die Importeure den Gesamtbetrag -, wenn es sich um Benzin-Hybridfahrzeuge mit mindestens 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite handelt. Der Bau von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen kann bis zu 20.000 Euro pro Ladestation gefördert werden. Gefördert werden auch weiterhin Heimladestationen und zwar wie bisher mit 200 Euro je eingebauter Wallbox. Neu ist die Regelung für Mehrparteienhäuser, wofür 600 Euro abgeschöpft werden können. (PSP)











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