Ausgabe
06
2018




"Jede Veränderung evaluieren"

Seit vier Jahren steht Jürgen Freitag an der Spitze des Fuhrparkmanagements der Siemens AG und verwaltet über 50.000 Fahrzeuge. In seinem Vortrag auf der 4. FLEET Convention offenbarte er spannende Details aus der Praxis und erklärte, worauf es bei einem so großen Fuhrpark ankommt.

M it einem Umsatz von 83 Milliarden Euro pro Jahr, etwa 377.000 angestellte Mitarbeiter und 50.000 Fahrzeuge im Fuhrpark: Siemens ist ein Weltkonzern, in dem jeder siebte Mitarbeiter einen Firmenwagen fährt. Jürgen Freitag, Fuhrparkleiter der Siemens AG und Global Fleet Manager, verwaltet die gigantische Flotte und gab in seinem Vortrag auf der 4. FLEET Convention spannende Details preis, wobei er den Bogen vom großen Ganzen zu Details wie der Finanzierung und einem stringenten Regelwerk spannte. Klar ist, wie Freitag betont, dass "eine solche Flotte nur strategisch und mit taktischem Vorgehen zu managen" ist, wobei "jede Veränderung im Managementprozess laufend evaluiert" werden muss, weil "angesichts der hohen Fahrzeuganzahl ansonsten schnell enorme Mehrkosten" entstehen können.

Globale Experten-Matrix

Die Verwaltung funktioniere außerdem nur über "eine globale Experten-Matrix", wobei einzelne Personen jeweils den Blick auf einen einzelnen Aspekt wie etwa die Rabatte richten. Über all dem stehe aber vor allem das "interne Datenmanagement im absoluten Fokus". Datentransparenz sei laut Freitag nämlich "der Schlüsselfaktor,um die Kontrolle und den Überblick zu behalten". Dazu brauche es ein strikt festgelegtes Reporting-Konstrukt, auch weil gewissen fuhrparkrelevanten Daten wie etwa dem CO2-Ausstoß in den Ländern unterschiedliche Stellenwerte zukommen. Daher müsse "eindeutig geregelt" sein, "welche Werte in globaler Perspektive welchen Wert haben". Für einen Konzern wie Siemens stünden laut Freitag nämlich primär die weltweiten Fuhrparkgesamtkosten im Mittelpunkt.

Standardisierte Strategie

Um diese möglichst gering zu halten, müsse "die Administration der Flotte standardisiert" sein, wobei man aufgrund der kulturellen Vielfalt im Konzern -Siemens ist in über 200 Ländern und Regionen tätig -die Vorgehensweise international verständlich gestalten und kommunizieren muss. Freitag: "Die Flottenstrategie muss von allen Länderverantwortlichen verstanden und umgesetzt werden und zwar in Indien wie in Großbritannien oder Deutschland." Gleichsam strich Freitag heraus, wie wichtig es sei, dass "jeder Fuhrparkmanager seine Ideen und seinen kulturellen Background in die fachliche Diskussion einbringen" könne und dass die "Vorschläge ernst genommen werden". In puncto Zusammenarbeit mit externen Fuhrparkmanagern und Finanzdienstleistern gab Freitag aber einen Tipp mit auf den Weg, von dem auch kleinere Flotten profitieren können. Laut dem Global Fleet Manager sei es bei der Auswahl desPartners besonders wichtig, nur auf jene Firmen zu setzen, die noch "einige weitere Kunden betreuen", denn nur so könne man "erfahren, wie gut die eigene Flottenverwaltung wirklich aufgebaut" und ob man "im Management tatsächlich State of the Art" ist.











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