Ausgabe
06
2018




Weiter weg vom Diesel

Auch im Flottenbereich lässt sich nun der Trend vom Dieselmotor zum Benziner ablesen. Mag. Roland Strilka, Chefanalyst der Eurotax, ortete in seinem Referat auch immer stärker werdende Anteile von SUV im Flottengeschäft.

Die Diskussionen um die Zukunft des Dieselmotors lassen sich nun auch deutlich bei den Neuzulassungen im Flottenbereich ablesen: Mit seinem Referat sorgte Mag. Roland Strilka, Director Insight&Market Analysis bei der Eurotax, gleich zu Beginn der FLEET Convention für Aufmerksamkeit im Publikum. Laut seinen Berechnungen sei der Anteil der Dieselmotoren bei Flottenfahrzeugen in Österreich schon von 2016 auf 2017 von 76,0 auf 72,1 Prozent abgesunken. Noch viel deutlicher war dieser Trend in den ersten vier Monaten 2018 bemerkbar: Nur 59,2 Prozent der Neuzulassungen im Flottenbereich hatten einen Dieselmotor, während der Anteil der Benziner seit dem Vorjahr von 22,6 auf 34,8 Prozent stieg. Ob dies ein Startschuss für einen Paradigmenwechsel sei? "Ja, eventuell", so Strilka.

Trend zu den SUV auch im Flottenbereich

Grundsätzlich ist Strilka optimistisch, was den Flottenmarkt betrifft: Die Konjunktur in der Wirtschaft zeige weiter nach oben, daher gebe es auch positive Aussichten für ein Wachstum bei den Neuzulassungen in diesem Segment. Allerdings werde sich das Plus aufgrund der starken Anstiege in den vergangenen Jahren etwas verlangsamen. Dies gelte vor allem für den Pkw-Markt, während es bei den leichten Nutzfahrzeugen weiterhin ein stärkeres Wachstum geben werde, so Strilka. In den ersten vier Monaten dieses Jahres betrug das Plus an Neuzulassungen im Flottenbereich bei Pkw 2,8 Prozent, bei den leichten Nutzfahrzeugen waren es sogar 17,2 Prozent.

Interessant ist auch, dass sich der Trend zum SUV seit zwei Jahren auch bei den Flotten bemerkbar macht: Entfielen im Jahr 2016 erst 12,8 Prozent der Neuzulassungen auf kleine und mittlere SUV, so waren es 2017 bereits 14,6 Prozent. Heuer stieg dieser Anteil in den ersten vier Monaten auf rund 20 Prozent an. Verlierer bei den Segmenten waren neben den Minivans auch die Mittelklasse und die untere Mittelklasse.

Top-5-Marken bei den Neuzulassungen im Flottenbereich bei Pkw waren im Vorjahrübrigens VW, BMW, Skoda, Mercedes und Audi. Bei den leichten Nutzfahrzeugen lautet diese Rangliste VW, Ford, Fiat, Mercedes und Renault. Die meist zugelassenen Flottenfahrzeuge in Österreich waren im Vorjahr der VW Golf, Skoda Octavia, VW Passat, VW Sharan und VW Tiguan.

Was passiert durch WLTP?

Strilka glaubtübrigens, dass sich mit der Einführung des neuen Abgas-Messzyklus WLTP zwar das Angebot an Fahrzeugen, die für umweltbewusste Firmen infrage kommen, verringern wird. "Doch es bieten sich auch möglicherweise gute Chancen für Fuhrparkmanager, vielleicht günstig ein paar Fahrzeuge zu bekommen."











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