Ausgabe
03
2018




Keine Ladeweile

Auf der vierten "e-mobil in Niederösterreich" wurde der Erfolg der E-Mobilität überprüft und der Blick über die Grenze gewagt. Dazu stand der Austausch unter den Besuchern im Fokus.

Obwohl weltweit gerade mal ein Prozent der Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs sind, entwickelt sich die E-Mobilität dynamisch weiter. Der Grund: Viele Menschen sind durch die voranschreitende Dieseldebatte nachhaltig verunsichert. Dies betonte auch Petra Bohuslav, Landesrätin für Wirtschaft und Technologie, auf der 4. Fachtagung "e-mobil in Niederösterreich" vor knapp 120 Besuchern: "Die E-Mobilität hat durch die Dieseldiskussion einen großen Impuls bekommen", weshalb der Erfahrungsaustausch unter interessierten und überzeugten E-Mobilisten besonders wichtig sei. Laut Bohuslav hat Niederösterreich seit 2014 erfolgreich in den Ausbau der E-Mobilität investiert. So würden E-Autofahrern in Niederösterreich schon mehr als 600 öffentliche Ladestationen zur Verfügung stehen, wobei mehr als 4.200 E-Autos zum Verkehr zugelassen seien. Damit trage "jedes fünfte neue E-Auto in Österreich ein niederösterreichisches Kennzeichen". Darüber hinaus würden mehr als 80 Gemeinden bereits E-Car-Sharing betreiben und im Rahmen der geförderten E-Auto-Testaktion "6 Tage 60 Euro" konnten mehr als 1.500 Testwochen vermittelt werden, weshalb das Programm verlängert wurde.

Killer-Argument Luftverschmutzung Neben rund einem Dutzend Ausstellern referierten zahlreiche Expertenüber E-Mobilitäts-Themen und verwandte Aspekte. Karl Steiniger vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel konstatierte in seinem Vortrag etwa, dass die Menschheit ein "unkontrolliertes Experiment auf unserem Planeten" durchführen würde und der Klimawandel den Staat "pro Jahr etwa eine Milliarde Euro" kosten würde. Die Luftverschmutzung in den Städten ist laut Frank G. Rieck von der Rotterdam University of Applied Science außerdem sprichwörtlich ein "Killer-Argument" für den ausstehenden Mobilitätswandel. In seinem Vortrag wies er außerdem darauf hin, dass man heutzutage schondie Energie "eines halben Barrel Öls investieren müsse, um ein Barrel Öl zu fördern". Es sei daher höchste Zeit, verstärkt auf Elektroautos zu setzen.

Stabiles Stromnetz Matthias Prandstetter (AIT Center for Mobilty Systems) und Marcus Fehringer vom TÜV Austria Automotive die Chancen und Herausforderungen bei der Implementierung von Elektroautos in betriebliche Fuhrparks in den Fokus. Während Prandstetter vor allem über die Prozessoptimierung im Bereich der Fahrzeugreservierung und über Möglichkeiten der Auslastungssteigerung beim CorporateCarsharing referierte, präsentierte Fehringer im Rahmen des Konzepts "e-fleet - Der Fuhrpark der Zukunft" einen ganzheitlichen Lösungsansatz im Bereich der elektrifizierten Fuhrparks. Franz Angerer, Leiter des Sachgebiets Energie und Klima (NÖ Landesregierung), berichtete zudem über einen erfolgreichen Feldversuch in Seitenstetten, bei dem in zwei Drittel aller Haushalte über sechs Wochen mit 23 E-Fahrzeugen die Auswirkungen der Ladetätigkeiten auf das Niederspannungsnetz untersucht wurden. Die gute Nachricht: Auch wenn alle gleichzeitig ihre Fahrzeuge an die 16-Ampere-L a d e s t a t io n e n anschlossen, blieb das Netz stabil. Die Mär vom zusammenbrechenden Stromnetz konnte damit ins Nirwana geschickt werden.











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