Ausgabe
01
2018




Drive With a Smile

Nicht zuletzt wegen seines brachialen, 400 PS starken Fünfzylinder-Triebwerks zählt der Audi RS 3 quattro zum schärfsten, was der Markt an kompakten Sportlern zu bieten hat.

Es gibt Autos, die einem künstlich generierten Sound in den Innenraum liefern, um Sportlichkeit vorzugaukeln. Und es gibt Autos wie den RS 3 von Audi. Der hat es nicht nötig, seinem Fahrer irgendwas vorzumachen. Und er tut auch nicht nur so, als ob. Nein, er macht kein Hehl aus seinem Fünfzylinder und seiner Sportabgasanlage und lässt die Welt wissen, hier bin ich! Im Downsizing-Wahn ist der Ingolstädter fast schon ein Saurier oder können Sie spontan ein Modell mit Fünfzylindermotor einer anderen Marke aufsagen? Eben. Ford hat den Focus RS auf vier Zylinder reduziert und auch der A 45 AMG muss mit vier Zylindernauskommen. Wer die Begriffe Audi, Quattro und Fünfzylinder in den Mund nimmt und nur ein wenig für Motorsport übrig hat, landet zwangsläufig beim Rallye- Boliden von Walter Röhrl in den 1980ern. Und wer sich -und sei es nur aus den zahlreichen Youtube-Videos -an den legendären Klang erinnert,der bekommt beim RS 3 garantiert feuchte Augen.

Was für ein Sound!

Bereits beim Drücken des Startknopfs gelangt über die Ohren eine wohlige Wärme zum Herzen, erst recht, wenn die Auspuffklappen offen sind und der Fünfender frei atmen kann. Dank mehrerer Fahrmodi (optional auch mit verstellbarem Fahrwerk) geht es auf Wunsch auch beim RS 3 etwas dezenter zur Sache, was sich spätestens bei längeren Autobahnfahrten als dankbar erweist, denn bei gewissen Drehzahlen nervt das sonore Dröhnen auf Dauer. Spätestens bei der Abfahrt wird dann aber wieder der Dynamic-Modus aktiviert und der Schalthebel des 7-Gang-DSG-Getriebes in die manuelle Schaltgasse gelegt.

Brutale Leistung, hoher Preis Selberschalten ist schließlich mit den Wippen am Lenkrad auch ein akustisches Vergnügen. Dank 400 PS aber nicht nur das. Der Kompaktsportler legt mit lautem Karacho wie von der Tarantel gestochen los und erreicht nach 4,1 Sekunden 100 km/h. Wer hier nicht grinst, ist entweder ein gefühlskalter Ignorant oder hat neben demRS 3 auch einen Supersportwagen in der Garage stehen. Richtig brutal ist die Launch-Control, die mittels eines bestimmten Prozedere aktiviert wird und die maximal mögliche Beschleunigung vom Stand weg bietet. Mit solch einer Vehemenz, dass man fast Mitleid mit den mechanischen Teilen hat. So weit,so gut, aber Sie ahnen bereits, dass die Sache einen Haken hat. Weniger den Verbrauch, der sich irgendwo zwischen 8,9 und 15 Liter bewegt, sondern vielmehr den Preis. 67.210 Euro sind es im Minimum, unser mit vielen Extras bestückter Testwagen brachte es auf 89.344 Euro. Eine Menge Kohle für denstärksten A3. Und spätestens da könnte er auch schon wieder weg sein, der fette Grinser.

1 das "virtual cockpit" wurde von manchen Fahrern als ablenkend empfunden, vor allem bei dunkelheit 2 ein 7-Gang-dSG ist im rS 3 Standard 3 die rS-Sportsitze hinterließen gemischte Gefühle

Das gefällt uns: die brachiale Power, der Fünfzylinder-Sound Das vermissen wir: höhenverstellbare Kopfstützen bei den RS-Sportsitzen Die Alternativen: BMW M2, Mercedes A 45 AMG











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