Ausgabe
01
2018




Gemacht für die Stadt

Renault verpasst dem Erfolgs-Mini-SUV Captur ein kleines Facelift und spendiert ihm die Luxusausstattung Initiale Paris. Wir haben uns den Fronttriebler genauer angeschaut.

Grundvernünftig in der Motorisierung, Pariser Chic, wenn es ums Blechkleid geht. Das wären wohl die Worte, müsste man den Renault Captur Initiale Paris in einem Satz beschreiben. Mit dem Mini-SUV starteten die Franzosen vor fast fünf Jahren eine Erfolgsgeschichte -der Captur gehörte in den letzten Jahreimmer zu den meistverkauften Fahrzeugen im B-SUV-Segment -, die durch ein Facelift ihre Fortsetzung finden soll. Diese kleine Evolution macht sich vor allem bei der Front bemerkbar -die klar erkennbaren Ähnlichkeiten zum Kadjar und neuen Koleos sind dabei Absicht.

Schick, laut und schlau

Richtig schick wird es im Innenraum vor allem dank der Topausstattung "Initiale Paris", die Renault erstmals für das Modell anbietet. Edle Materialien treffen auf einwandfreie Verarbeitung, schlaue Raumkonzepte -das Handschuhfach ist wieder eine Schublade mit elf Liter Stauraum - auf eine hervorragende Soundanlage von Bose (dank der App Renault R&GO lässt sich ebenfalls das Smartphone via Bluetooth bequem mit dem Autoradio koppeln). Apropos Raum: Auch die Fondbank lässt sich bis zu 16 Zentimeter in der Längsrichtung verschieben und bietet somit mehr Kniefreiheit. Das geht natürlich auf Kosten des Ladevolumens, allerdings bietet der Kofferraum trotzdem mindestens 377/455 Liter und maximal 1.235 Liter.

Ebenfalls bietet die Initiale-Paris-Ausstattung eine Reihe von praktischen Helfern wie den Toter-Winkel-Warner oder das selbstständige Einparken.

Alles beim Alten Unter der Haube bleibt hingegen beim Captur fast alles beim Alten. Zur Wahl stehen bei den Aggregaten (Drei-und Vierzylinder) zwei Benziner (0,9 Liter mit 90 und 1,6 Liter mit 120 PS) und zwei Diesel (1,5 Liter mit 90 und 110 PS). Den stärkeren Benziner und den schwächeren Diesel gibt es auch mit einem Doppelkupplungsgetriebe. Allrad sucht man beim Captur vergeblich, aber ein Geländefahrzeug will er auch nicht sein. Für die Stadt reicht der Frontantrieb und für die Städter ist es wichtiger, dass die Federwege grobes Kopfsteinpflaster ausbügeln, als dass er Berge erklimmt. Da lässt es sich dann auch mit einem Stadtverbrauch von 5,7 Litern beim 110-PS-Diesel gut leben.











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