Sep
25
2017


Service

Digitalisierung bei Daimler: Elementare Bestandteile

Die Digitalisierung ist in voller Fahrt. Ob Apps der Weisheit letzter Schluss sind und wie die Sicherheit der Kundendaten garantiert wird, darüber haben wir mit Sajjad Khan, Vice President Digital Vehicle & Mobility bei der Daimler AG, gesprochen.

Die Digitalisierung bietet große Vorteile für Autofahrer und Hersteller, weist aber auch Schwächen auf. Dazu zählt die Datensicherheit – wie garantiert Mercedes-Benz die Sicherheit der Kundendaten?

Sajjad Khan: Datenschutz hat immer zwei Perspektiven, die Datensicherheit und die Datenprivatsphäre. Erstere garantieren wir mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Updates – sowohl der Fahrzeug- als auch der Cloudsoftware. Die Data Privacy unterscheidet sich aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in den meisten Ländern. Beispielsweise haben wir in Europa im Vergleich mit den USA und China ganz andere Standards, die wir selbstverständlich einhalten. Außerdem verwenden wir nur jene Daten, deren Verwendung uns der Benutzer per Vertragsunterschrift erlaubt hat. Während der Nutzung kann er darüber hinaus jederzeit die Erlaubnis für einzelne Dienste zurückziehen, wobei dann halt auch der Dienst an sich nicht mehr zur Verfügung steht. Dazu werden die Daten auf unseren Servern anonymisiert, das heißt, es lassen sich keine Rückschlüsse auf Fahrzeug oder Halter ziehen.

 

Das Tempo in der Digitalisierung ist sehr hoch. Wie lautet die Vision von Mercedes-Benz in diesem Punkt und sind Apps wirklich der Weisheit letzter Schluss?

Es gibt ein paar große Bausteine: Zum Beispiel arbeiten wir derzeit stark an den Themen künstliche Intelligenz, Big Data, IOT (Anm. „Internet of Things“) und maschinelles Lernen. Gerade haben wir ein Fahrzeug auf der IAA präsentiert, das bereits mit solchen Lösungen ausgestattet ist und dem Fahrer etwa proaktiv Musik-, Routen- oder Anrufvorschläge machen kann. Dabei ist die Treffsicherheit, also dass der Fahrer den Vorschlag gut findet, bereits sehr hoch. Darüber hinaus wissen wir, die Zukunft der Digitalisierung liegt in der Softwareentwicklung – weshalb wir in allen Software-Hochburgen auf der Welt wie in Silicon Valley, Tel Aviv und Seattle vertreten sind und auch mit Start-ups kooperieren.

 

Wie wird die Digitalisierung die Arbeit der Flotten- und Fuhrparkmanager verändern?

Zum einen werden die Flottenmanager mehr Daten sowie Echtzeitinformationen zur Verfügung haben, was die Steuerung und Kontrolle des Fuhrparks einfacher und ihn insgesamt effizienter macht.

 

Planen Sie dezidierte Apps für Firmenwagenfahrer und Flottenbetreiber?

Der Kunde steht immer im Fokus, so sind wir etwa bereits im Truck- und Van-Bereich mit Lösungen am Markt. Genauso haben wir Pkw-Flotten im Visier, dazu kann ich allerdings noch keine Details verraten.

 

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf Corporate-­Carsharing-Modelle in Unternehmen?

Sharing, egal in welchem Zusammenhang, ist ein elementarer Baustein der Digitalisierung: Ob das nun Familienfahrzeug- oder Flotten-Sharing-Modelle sind – wir beschäftigen uns mit allen Aspekten dieses Themas. 


Pascal Sperger








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