Ausgabe
03
2012


Einsteigen

Blick in die Zukunft

Neben Blech in seiner schönsten Form bot der Genfer Salon auch heuer wieder Gelegenheit, mit den Konzernchefs die Lage der Branche zu erörtern. Technologisch gehe der Trend zur Brennstoffzelle, meint Dr.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Daimler: "Wir sind 2014, 2015 mit einer Brennstoffzelle der nächsten Generation in nennenswerter Stückzahl produktionsfähig." Wirtschaftlich ist Zetsche optimistisch: "Wir erwarten, dass die Märkte weltweit in einer durchschnittlichen Größenordnung von 4 Prozent wachsen werden und wir diesen Wert etwas übertreffen können." Dazu trägt auch das langjährige Sorgenkindsmart bei: Die Verkäufe sind im Vorjahr um gut 4 Prozent auf 102.000 Stück gestiegen, außerdem ist der Kleinstwagen die Basis für das innovative Konzept "car2go". Dieses gibt es bislang in 12 Städten, darunter auch Wien. "Wir werden in diesem Jahr elf neue Städte ausrollen", so Zetsche, der mit Carsharing binnen 5 Jahren rund eine Milliarde Euro Umsatz machen will. Weniger Grund zur Freude hat Karl-Friedrich Stracke, Vorstandsvorsitzender von Opel: 2011 hat die europäische GM-Tochter rund 575 Millionen Euro Verlust geschrieben. Die Sanierung fällt vor allem deshalb schwer,

weil sich die Aktivitäten von Opel auf den europäischen Markt beschränken -und der ist anhaltend zäh, gibt Stracke zu bedenken: "Wenn der Markt weiter absackt, dann wird es nicht möglich sein, das Volumen zu halten." Ein Lichtblick ist das Lob für die aktuellen Opel-Modelle: Das kompakte SUV Mokka kommt sehr gut an, der Ampera wurde (mit dem baugleichen Chevrolet Ampera) gar zum "Car of the Year" gewählt. Für die japanischen Autobauer war 2011 ein schwieriges Jahr. Nissan konnte dennoch ein weltweites Plus von gut 14 Prozent vorweisen. Heuer will Executive Vice President Colin Dodge neuerlich um 600.000 Autos zulegen: "Unser Wachstum kommt vor allem aus Brasilien, Russland, Indien und China", unterstreicht er den Fokus auf diese Märkte. Doch auch in Europa will Nissan mit attraktiven Modellen, die oft außerhalb der klassischen Segmente positioniert sind, weiter punkten - wenngleich der Gesamtmarktnach Einschätzung von Dodge hier um 5 Prozent zurückgehen dürfte.



((HAY))









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