Ausgabe
09
2017




Flotte Worte

Viele Firmen stehen gerade vor der Entscheidung, alte Fahrzeuge aus dem Fuhrpark auszugliedern und neue aufzunehmen. Keine leichte Aufgabe in Zeiten wie diesen, in denen der Diesel von vielen Seiten als Feindbild auserkoren wurde und keine Gelegenheit ausgelassen wird, das auch medial kundzutun.

Und in den allermeisten Unternehmen sind es eben Dieselfahrzeuge, die die Mitarbeiter kosteneffizient mobil halten. Dass die Autoindustrie Fehler gemacht hat, steht außer Frage. Dass der Verbrennungsmotor aber nicht so schlecht wie sein gegenwärtiges Image ist, auch. Das Problem ist derzeit nur, dass man als Fuhrparkmanager nicht planen, sich nicht auf die politischen Rahmenbedingungen verlassen kann. Die durchschnittliche Behaltedauer eines Firmenautos liegt bei rund vier Jahren. Eine lange Zeit, in der sich auch kurzfristig (ich erinnere nur an die überstürzte Einführung der CO2-abhängigen Sachbezugsregelung) viel ändern kann. Fahrverbotszonen schweben wie ein Damoklesschwert über vielen Unternehmen. Was, wenn das jetzt gekaufte Auto schlimmstenfalls vor Ablauf der Behaltedauer nicht mehr überall fahren darf? Was, wenn der Restwert nach vier Jahren drastisch anders aussieht als derzeit angenommen? Und was, wenn den Dienstnehmern noch einmal die Daumenschrauben angezogen werden? Letztendlich geht es um finanzielle Verluste für Unternehmen und Mitarbeiter. Und da wäre ein verbindlicher Fahrplan seitens der Politik dringend notwendig. Bleibt zu hoffen, dass der nach den Neuwahlen rasch auf dem Tisch liegt.

Wohl dem, dessen Autofahrten sich bereits mit einem E-Auto in Einklang bringen lassen. Dank Vorsteuerabzug, Sachbezugsbefreiung und Förderungen sind diese Fahrzeuge jetzt schon vielfach eine echte Alternative, spätestens mit den in Kürze zu erwartenden, noch größeren Reichweiten wird sich hier einiges tun. Aber auch die Plug-in-Hybride -Autos, die eine gewisse Strecke rein elektrisch fahren können und danach von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden -entwickeln sich weiter und schaffen vielfach bereits 40 bis 50 abgasfreie Kilometer. Und wenn"s einmal weiter weggeht, steht man auch vor keinem Problem. Zudem sind die jüngsten Modelle auch ohne Aufladung ähnlich sparsam wie vergleichbare Dieselfahrzeuge, der Aufpreis beim Kauf sollte zumindest in Betracht gezogen werden. Einen großen Marktüberblick der wichtigsten Elektro-und Plug-in-Hybridfahrzeuge finden Sie in unserem Special "STROM.AUFWÄRTS", dazu müssen Sie das Magazin lediglich wenden.

Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen und jede Menge an Infos, die Ihnen das Leben als Fuhrparkmanager leichter machen, gerade in diesen nicht ganz einfachen Zeiten.



(Stefan Schmudermaier Chefredakteur)









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