Ausgabe
05
2017


Service

Smarter Kosten senken

Viele Betriebe verlieren viel Geld, weil das Schadensmanagementäußerst stiefmütterlich behandelt wird. Dabei ließe sich mit etwas gezielter Optimierung einiges einsparen.

Ein Unfall ist eineärgerliche Sache, auch dann, wenn kein Mensch Schaden nimmt, sondern nur die Stoßstange, die Seitentür oder die Heckklappe des Autos eingedrückt, zerkratzt oder demoliert wird. Und das passiert durchaus häufig, wird im Schnitt doch jedes Firmenfahrzeug ein Mal pro Jahr beschädigt und muss um rund 1.000 Euro repariert werden. Insofern ist es unverständlich, dass die Kosten, die daraus entstehen, selten Niederschlag in den TCO (Total Cost of Ownership) finden, machen sie im Durchschnitt doch 15 Prozent der laufenden Kosten aus.

15 Prozent der laufenden Kosten eines Fahrzeugs

In diesen 15 Prozent stecken dabei all jene Kosten, die ein Unternehmen für Selbstbehalte, Mietwagen, Arbeitszeit und Reparaturen am Fahrzeug bei der Rückgabe, die während der Nutzung nicht behoben wurden, bezahlen muss. Anders ausgedrückt: Die Vollkosten für ein Fahrzeug erhöhen sich um 15 Prozent, ohne dass für das Unternehmen ein Mehrwert entsteht. Logisch, jenach Zustand des Wagens kann es in manchen Fällen auch noch deutlich teurer werden.

Setzen Sie Maßnahmen

Was ist also zu tun um, die Kosten in den Griff zu bekommen? Erstens ist es wichtig, Berichteüber die Schadensquote im Betrieb zu führen und diese regelmäßig auszuwerten. Zweitens müssen die Mitarbeiter in die Pflicht genommen und über die durch Schäden verursachten Kosten aufgeklärt werden. Drittens: Setzen Sie präventive Maßnahmen und investieren Sie beim Kauf eines neuen Firmenautos ein paar hundert Euro in eine Rückfahrkamera. Viertens: Schicken Sie unverbesserliche Mitarbeiter zu Fahrertrainings. Und fünftens: Wenn repariert wird, dann sollte dies möglichst "smart" passieren, wenn möglich, also auf Spot-Repair-Methoden zurückgegriffen werden.

"Smart" reparieren

Das heißt konkret: Statt bei einem Steinschlag gleich die Windschutzscheibe zu tauschen, wird der Schaden ausgeharzt. Das dauert im Schnitt 20 Minuten und ist logischerweise deutlich kostenund energieeffizienter, als ein komplettes neues Glas einzubauen. Gleiches gilt bei kleinen Beschädigungen an der Karosserie in Form von Steinschlägen oder kleinen Beulen. Auch diese lassen sich oftmals durch sogenannte Spotoder Smart-Repair-Methoden beheben. Der Vorteil: Die Kosten sind um durchschnittlich 50 Prozent niedriger, die Reparatur nimmt weniger Zeit in Anspruch, was in weiterer Folge auch die verlorene Arbeitszeit des Mitarbeiters reduziert.











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