Ausgabe
06
2012


Umsteigen

Vorbildliche Modellregionen

Seit knapp vier Jahren unterstützt der Klima-und Umweltfonds gemeinsam mit dem Lebensministerium den Aufbau von E-Mobilitätsregionen.

Mittlerweile acht derartige Regionen gibt es inÖsterreich. Die daraus gewonnenen Erfahrungen werden auf die Entwicklung der E-Mobilität in Österreich großen Einfluss haben. "Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 rund 250.000 Elektrofahrzeuge auf Österreichs Straßen zu haben und damit jährlich 430.000 Tonnen CO 2 einzusparen", sagt Umweltminister Nikolaus Berlakovich.

Das Lebensministerium hat seine Förderungen für Elektromobilität im Rahmen des Klima-und Energiefonds ausgebaut. In den ausgewiesenen Modellregionen wird der Umstieg auf Elektromobilität forciert und eine klimaschonende Verkehrszukunft geprobt, seit 2009 wurden für die Modellregionen 15,6 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung gestellt.

"Vlotte" verkaufte 357 E-Fahrzeuge

Die erfolgreichste und gleichzeitig auch erste Modellregion startete im Vorarlberger Rheintal. Die seit 2008 bestehende "Vlotte" zählt unter Federführung des Energieerzeugers Illwerke vkw mittlerweile zu einer jener Regionen mit der europaweit größten Elektrofahrzeugdichte. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 80 Fahrzeuge. "Bis dato wurden 357 E-Fahrzeuge verkauft und 2,5 Mio. km zurückgelegt. Die gesamte Energiemenge wurderegional durch zusätzliche, erneuerbare Energiequellen -drei Photovoltaikanlagen mit einer Nutzfläche von 757 m 2 und ein Kleinwasserkraftwerk -gewonnen. Dadurch konnten mehr als 400 Tonnen CO 2 eingespart werden", sagt lllwerke-vkw-Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer. Seit Dezember 2009 istSalzburg Modellregion für Elektromobilität und bietet Elektrofahrzeuge in Stadt und Land Salzburg an. Die ElectroDrive Salzburg GmbH (106 Elektroautos, 603 E-Fahrräder, 16 E-Roller), eine Tochter des Energieversorgers Salzburg AG, bietet im Rahmen ihres Geschäftsmodells Mobilität im Abo an. DieFahrzeuge können entweder geleast oder gemietet werden. Zu den jüngsten Projekten zählt ein E-Car-Sharing, das in der Stadt Salzburg seit März 2012 erfolgreich läuft.

Bis 2014 sollen die Ziele der Modellregion Wien "e-mobility on demand" umgesetzt werden. Der Konsortialvertrag wurde erst vor einem Monat unterzeichnet. Gemeinsam mit potenten Partnern aus der Wirtschaft sollen unter der Leitung der Wiener Stadtwerke verschiedene Maßnahmen realisiert werden: "Dazu zählen das Anschaffen von 175 mehrspurigen E-Fahrzeugen, die Installation von 440 neuen E-Ladestationen, die Investition in erneuerbare Energiesysteme zur Betreibung der E-Fahrzeuge und die Weiterentwicklung multimodaler Produkte und Dienstleistungen", sagt Stadtwerke-Sprecher Mag. Thomas Geiblinger. Geplant und genehmigt ist auch die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage an der Fassade des Westbahnhofes, sowie die Eröffnung eines bereits in Bau befindlichen Windparks in Glinzendorf (NÖ), der jährlich rd. 18 Megawatt Energie liefern soll.

Post testet Elektro-Fuhrpark

In der Modellregion Großraum Graz liegt der Schwerpunkt auf intelligenten, systemischen Mobilitätslösungen, die sowohl die Nutzung von E-Fahrzeugen als auch Formen des öffentlichen Verkehrs attraktiver machen sollen. Seit 2010 wurden dort unter Leitung der Energie Graz und der Energie Steiermark mehrere Photovoltaik-Anlagen realisiert, derzeit sind 36 E-Autos in Betrieb.

Die Modellregion Eisenstadt (30 E-Autos, 75 einspurige E-Fahrzeuge) stellt seit 2010 mit ihren Partnern unter der Führung der Bewag City-Taxis auf E-Autos um, darüber hinaus wurde ein Verleihsystem für E-Bikes realisiert. Die Errichtung eines Logistikzentrums und einer Werkstättenhalle am Stadtrand von Klagenfurt für ein Fuhrparkmanagement von 200 E-Nutzfahrzeugen samt Vermietung an Logistik-und Dienstleistungsunternehmen bildet seit heuer einen Schwerpunkt der Modellregion "E-Log Klagenfurt". Die seit heuer aktive Modellregion "e-pendler in niederösterreich"(102 Elektroautos, 3 Elektro-Kleinbusse und 86 Elektro-Leihfahrräder) will den Berufsverkehr zwischen Wien und Wiener Neustadt durch Verlagerung zum offentlichen Verkehr in Verbindung mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen für individuelle Fahrten energieeffizienter und klimaschonender gestalten.

Im vergangenen Jahr startete die Modellregion "E-Mobility Post": DieÖsterreichische Post AG wird bis 2015 309 E-Autos, 300 E-Mopeds und 548 E-Fahrräder beschaffen, um den praktischen Einsatz im Zustellverkehr des gesamten Bundesgebietes zu testen und zu erforschen.











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