Ausgabe
03
2017


Service

Beeindruckende Sternen-Gämse

Wenn es darum geht, befestigte Pfade zu verlassen und sich in echtes Gelände vorzuwagen, dann führt kein Weg am Mercedes Sprinter 4x4 vorbei. FLOTTE&Wirtschaft und das "4wd Magazin" haben den Extrem-Transporter exklusivüber Stock und Stein gejagt.

Stimmt, die meisten Transportaufgaben inÖsterreich wird man vermutlich auch ohne Allradantrieb gut erledigen können. Dennoch gibt es Einsatzzwecke, bei denen Vierradantrieb nicht nur ein nettes Gimmick ist, sondern ein absolutes Muss darstellt. Darunter fallen zum Beispiel Einsatzorganisationen wie die Feuerwehr, aber auch Energieversorger und Telekommunikationsunternehmen, die zu jeder Uhr-und Jahreszeit an exponierte Orte gelangen müssen. Und da ist es oftmals mit einem herkömmlichen 4x4-Antrieb nicht mehr getan. Geländeuntersetzung, Sperren, passende Reifen, ein entsprechend höhergestelltes Fahrwerk, ein kräftiger Motor und Variabilität beim Aufbau stehen im Pflichtenheft.

InÖsterreich entwickeltes Allradsystem

Und da wird die Luft schon relativ dünn, schließlich sind die meisten Standardlösungen ab Werk hier nicht mehr ausreichend. Als Österreicher darf man stolz darauf sein, dass sich im oberösterreichischen Nebelberg mit der Firma Oberaigner ein absoluter Allradspezialist einen internationalen Namen gemacht hat. Mit Mercedes verbindet das Unternehmen eine lange Zusammenarbeit, daher ist der zuschaltbare Allradantrieb auch keine Nachrüstlösung, sondern wird direkt im Werk am Band durchgeführt. Der Kunde hat damit einen einzigen Ansprechpartner und muss sich auch um die Garantie keine Sorgen machen. Die technischen Möglichkeiten sind darüber hinaus fast grenzenlos, so gibt es auf Wunsch permanenten Allrad, Untersetzungsgetriebe, drei mechanische Differenzialsperren (Längssperre, Quersperre vorn und hinten) sowie einen getriebeseitigen Nebenabtrieb und diverses Zubehör, vom Unterfahrschutz bis zum Schnorchel. Alles Zutaten, um den Mercedes Sprinter Offroad-Passagen meistern zu lassen, die man für schlichtweg unmöglich halten würde.

Offroad-Eldorado Stotzing

Die Einladung, imÖAMTC Offroad Zentrum Stotzing an der niederösterreichisch-burgenländischen Grenze nahe des Leitha-Gebirges den 4x4 Sprinter im wahrsten Sinn des Wortes zu erfahren, nahmen wir gemeinsam mit dem "4wd Magazin" natürlich gerne an. Unter fachkundiger Anleitung von Offroad- Guru Christian Karlbergerging es dann in das 50 Hektar große Gelände, in dem übrigens nicht nur das Offroad-Fahren groß geschrieben wird, sondern auch der Naturschutz. Was zunächst harmlos mit einer Fahrt über Feldwege und Wiesen beginnt, wird spätestens mit dem ersten Steilhang zur Herausforderung beziehungsweise vielmehr zur Überwindung.

Und das ist erst der Anfang

Man tut gut daran, mit Respekt vor dem Gelände vorzugehen, Sorgen um den fahrbaren Untersatz sind allerdings unbegründet, wie sich schnell herausstellt. Denn die "Sternen-Gämse" ist richtig hart im Nehmen, vor einem Tritt in die Eingeweide schützt ein massiver Unterfahrschutz. Massiv ist auch der Rest des Fahrzeuges gebaut, das ist spätestens dann zu erkennen, wenn trotz massiver Verschränkung die Hubfunktion des - übrigens ebenfalls oberösterreichischen - Dreiseitenkippers der Firma Fischerleitner klaglos funktioniert. Dank des Hilfsrahmens ist die Verwindung ein Fremdwort für den Sprinter. Das uns zur Verfügung stehende Fahrzeug ist übrigens nicht das mit allen technischen Schikanen ausgestattete Topmodell (z. B. elektronisches statt mechanisches Sperrdifferenzial), sondern vielmehr der Einstieg in die Welt von Oberaigner. Dass da noch deutlich mehr geht, ist kaum vorstellbar, schon jetzt ist keine noch so steile Passage - auch dank kurzer Überhänge - vor dem Transporter sicher.

Einfaches Handling im harten Gelände

"Ernsthaft, da runter??", hören wir uns selbst sagen, mit großen Augen blicken wir den Instruktor an. "Schafft der Sprinter locker!", beruhigt Karlberger. Und der muss es ja wissen, schließlich kennt er nicht nur das Gelände sondern auch das Gros der Allradfahrzeuge wie seine Westentasche. Bei besonders steilen Bergabfahrten wird nicht nur der erste Gang der Untersetzung eingelegt, sondern auch die Bergabfahrhilfe mit dem Tempomat-Wählhebel aktiviert. Seelenruhig arbeitet sich der Mercedes Sprinter 4x4 über Stock und Stein talwärts, vermutlich hätte selbst ein Führerscheinneuling keine Probleme damit. Irgendwiesind wir auf den Geschmack gekommen und möchten die Grenzen ausloten. Die Fahrt durch mit einer dicken Eisschicht bedeckte Schlammlöcher riskieren wir dann zwar doch nicht, durch den Regen der letzten Tage sind einige Passagen aber sehr tief und immens rutschig.

Empfehlenswerte Automatik

Und da kommt dem richtigen Reifenmaterial ganz besondere Bedeutung zu, wie der Profi verrät. Schließlich schmiert sich das Profil relativ schnell zu, die Traktion nimmt dadurch spürbar ab. Eigentlich müsste man jetzt den Luftdruck reduzieren und den Reifen zum "Walken" bringen, sprich durch die Bewegung des Gummis wird auch der Schlamm aus dem Profil ausgeworfen, was wiederum die Traktion erhöht. Um es kurz zu machen, die Suche nach einem Freiwilligen, der im Gatsch die Luft ablässt, wurde rasch beendet, erst recht, wo der Allrad-Mercedes die Passage auch so geschafft hat. Als besonders angenehm hat sich im Gelände das Automatikgetriebe erwiesen. Der Fahrer kann sich voll aufs Fahren konzentrieren und muss sich nicht auch noch mit Kupplung und Gangwahl herumschlagen.

Entdecke die Möglichkeiten

Kommen wir zu den technischen Details: Unser Testfahrzeug basiert auf dem 163 PS starken Mercedes Sprinter 316 CDI, es stehen auch ein 143-PS-Vierzylinder sowie ein 190 PS starker Sechszylinder zur Verfügung. Das höchst zulässige Gesamtgewicht des Testautos beträgt 3,5 Tonnen und ist somit mit dem B-Führerschein kompatibel, die Nutzlast des Dreiseitenkippers liegt bei 775 Kilogramm. Auf Wunsch stehen natürlich nicht nur andere Aufbauten -bis hin zu Rampen für Anti-Terror-Einheiten -zur Verfügung, auch Radstand und Nutzlast können erweitert werden.

Der Einstiegspreis für das Sprinter-4x4-314-CDI-Fahrgestell liegt bei netto 43.032 Euro, die Bus-Variante bei netto 50.620 Euro. Unser Dreiseitenkipper mit Vollausstattung (u. a. Automatik, Klimaanlage, Navi, Xenon-Scheinwerfer) kommt auf netto 65.053,72 Euro, bestellbar direkt beim Händler.











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