Ausgabe
05
2016


Service

Der Weg aus der Schadensspirale

In vielen Betrieben wird Schadensmanagement immer noch stiefmütterlich behandelt. Auch die Versicherungen oder Finanzierungsgesellschaften informieren ihre Kunden nicht immer in vollem Ausmaß über das Verbesserungspotenzial. Dabei läge in der Optimierung viel Geld begraben.

Ein Schaden verursacht immer Aufregung. Auch wenn kein Mensch dabei Schaden nimmt, sondern nur die Stoßstange, die Seitentür oder die Heckklappe des Autos eingedrückt, zerkratzt oder vollkommen demoliert wird. Insofern ist es etwas unverständlich, dass die Kosten, die daraus entstehen, selten Niederschlag in den TCO (Total Cost of Ownership) finden, wie Henning Heise, Geschäftsführer von heisefleetconsulting, erklärt: "Die Gesamtkosten eines Fahrzeugs setzen sich normalerweise aus der Finanzierung, die im Schnitt 40 Prozent Anteil an den TCO hat, sowie aus den Ausgaben für Kraftstoff, im Schnitt 15 Prozent, den Prozess- und Administrationskosten, circa 16 Prozent, den Ausgaben für Instandhaltung und Reifen -rund elf Prozent, sowie den Kosten für die Versicherung, die im Schnitt 13 Prozent ausmachen, zusammen. Ein Bereich, der in der Vollkostenaufstellung nie vorkommt, aber im Durchschnitt 15 Prozent beträgt, sind Schäden."

Schäden: 15 Prozent der TCO

In diesen 15 Prozent stecken all jene Aufwendungen, die ein Unternehmen für Selbstbehalte, Mietwagen, Arbeitszeit und Schäden am Fahrzeug bei der Rückgabe, die während der Nutzung nicht behoben wurden, bezahlen muss. Anders ausgedrückt: Die Vollkosten für ein Fahrzeug erhöhen sich um 15 Prozent, ohne dass für das Unternehmen ein Mehrwert entsteht. Laut Heise kannes "in manchen Fällen auch noch deutlich teurer werden".

Prämien ohne Mehrwert

Die Krux an der Sache: Während viele Unternehmen oft detaillierte Aufzeichnungen über die Entwicklung der einzelnen Kostenstellen vorweisen kann, gibt es ähnliche Auswertungen über Schadenshäufigkeit, Ursachen und Kosten hingegen nur äußerst selten. Gleichsam seien laut Heise "auch die Versicherungen auf diesem Bereich nicht sonderlich aktiv" und würden die Kunden oft nicht auf die Entwicklung hinweisen. Die häufige Folge sind negative Schadensverläufe. Heise: "Das bedeutet, dass die Aufwendungen zur Schadensregulierung höher sind als die bezahlten Versicherungsprämien, was wiederum zur Folge hat, dass die Versicherungsprämien oder die Selbstbehalte ansteigen." Damit klettern logischerweise auch die Vollkosten um diesen Betrag in die Höhe.

Maßnahmenpakete schnüren

Was ist also zu tun? Viererlei: Erstens ist es wichtig, aussagekräftige Berichte über die Schadensquote im Betrieb zu führen und diese regelmäßig auszuwerten. Zweitens müssen die Mitarbeiter in die Pflicht genommen und über die durch Schäden verursachten Kosten aufgeklärt werden (Anm.: Lesen Sie dazu auch die Fuhrpark-Kolumne "Der Faktor Mensch" auf Seite 40). Drittens: Setzen Sie präventive Maßnahmen und investieren beim Kauf eines neuen Firmenautos ein paar hundert Euro zusätzlich in Parkpiepser und eine Rückfahrkamera. Im Schnitt kostet ein Schaden nämlich rund 1.000 Euro -bei durchschnittlich einem Bagatellschaden pro Jahr und Auto werdensich die anfänglichen Mehrausgaben schnell amortisieren. Als probates Mittel zur Schadensreduzierung haben sich auch Fahrertrainings erwiesen. Und viertens: Wenn repariert wird, dann sollte dies möglichst "smart" passieren (Anm.: Lesen Sie dazu auch die Story über Denzelcare auf Seite 36).

Smartrepair spart Kosten

Das bedeutet: Statt bei einem Steinschlag die Windschutzscheibe zu tauschen, wird der Schaden ausgeharzt. Das dauert im Schnitt 20 Minuten und ist logischerweise deutlich kosten- und energieeffizienter, als ein neues Glas einzubauen. Gleiches gilt bei kleinen Beschädigungen an der Karosserie in Form von Steinschlägen oder kleinen Beulen. Auch diese lassen sich oftmals durch sogenannte Spot- oder Smartrepair- Methoden reparieren.

Die Hälfte sparen

Der Vorteil: Die Kosten sind um durchschnittlich 50 Prozent geringer, nehmen fast immer weniger Zeit in Anspruch, was in weiterer Folge auch die verlorene Arbeitszeit des Mitarbeiters reduziert.











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