Nov
04
2015


Service

aboutFleet-Event: Full House beim Jubiläum

520 Besucher lockte das 10. aboutFleet-Event am 4. November in die Umweltarena Spreitenbach bei Zürich. Wie schon die Male zuvor bildeten spannende Fachvorträge und eine Fahrzeug-Dienstleister-Ausstellung den Rahmen für das größte Schweizer Flottenevent.

Auch in der Schweiz steht der Mobilitätswandel im Fokus. Der Mobilitätsexperte und ehemalige SBB-Chef Benedikt Weibel kritisiert neben der „unrealistischen Vorstellung von einer Verkehrsidylle“ vor allem die derzeitige Auslastung von öffentlichen Verkehrsmitteln und der Straßenkapazitäten. Während im Zugverkehr Rabattierungen außerhalb der Spitzenzeiten laut Weibel für bessere Auslastung sorgen könnten, sollten auf der Straße zur Kapazitätserhöhung zeitweise die Pannenstreifen als Fahrspuren freigegeben und die Geschwindigkeiten harmonisiert (Stichwort: Vernetzte Fahrzeuge) werden.

 

Andreas Burgener, Direktor auto-schweiz, ist sich ohnehin sicher, dass das Auto „auch in Zukunft aufgrund seiner Punktgenauigkeit“ im Bereich der gewerblichen Nutzung und vor allem im ländlichen Raum „die erste Wahl bleiben wird“.

 

Alfred Müller, Director Conncected Cloud Services bei Robert Bosch, rückte die Vorteile der neuen App „drivelog“ in den Vordergrund. Mit der Smartphone-App können Flottenmanager jederzeit „in einzelne Fahrzeuge hineinschauen“, also überprüfen ob Servicearbeiten nötig sind oder Fehler behoben werden müssen. Neben der Ferndiagnose können zudem Spritverbrauch und die Anzahl der Schäden überwacht werden, was laut Müller eine langfristige Kostenersparnis bringen soll.

 

Um steuerliche Themen ging es dann im Vortrag von Christian Feller, Dipl. Wirtschaftsprüfer Partner, A&W Treuhand GmbH. Neben dem eidgenössischen „Sachbezug“ war dann auch etwas für jene, aus dem EU-Raum kommende und in der Schweiz arbeitende Grenzgänger dabei. Dabei gibt es verschiedenste Gesetze, die zu berücksichtigen sind, nicht immer vertragen sich allerdings EU-Recht und Schweizer Rechtssprechung. Die private Nutzung ist nur zwischen Arbeitsplatz und Wohnort gestattet, andere Fahrten sind steuerpflichtig. Dabei sind Zölle und eine Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen, letztere ist nur bei ordnungsgemäßer Deklarierung als Vorsteuer rückforderbar. Der Arbeitsvertrag muss angepasst werden, Privatfahrten - außer nach Hause - sind nicht gestattet. Auch eine Nutzung durch Angehörige ist untersagt. Der Privatanteil beträgt in der Schweiz 0,8 Prozent vom Kaufpreis exkl. Steuer, offen ist aktuell aber noch, ob in der EU noch einmal ein Sachbezug eingehoben werden kann. Fakt ist, dass sowohl die Firma, die das Fahrzeug in der Schweiz zur Verfügung stellt als auch der Mitarbeiter sich genauestens informieren sollten um nicht Gefahr zu laufen, Steuern nachzahlen zu müssen.

 

Patrick Bünzli, Präsident des Schweizerischen Fahrzeugflottenbesitzer-Verbands, der 2015 sein 40. Verbandsjubiläum feiert, sieht aufgrund der gestiegenen Anforderungen – wie eben auch die neue Steuersituation – auch im Interessensverband Handlungsbedarf. Bünzli: „Wir müssen uns noch stärker professionalisieren um die Interessen der Mitglieder zu wahren.“ Darüber hinaus lobte Bünzli die „langjährige, gute Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fachmagazin aboutFLEET - der im Schweizer A&W-Verlag erscheinenden Schwesterzeitschrift von FLOTTE & Wirtschaft - und dem aboutFLEET-Event“.

 

Den Abschluss der informativen Fachveranstaltung bildete ein launiger Vortrag von Reiner Calmund. Der studierte Betriebswirt ist bis heute einer der einflussreichsten Männer im Deutschen Profifußball und zog Parallelen zwischen den Vorgängen im Flottenbusiness und dem runden Leder. Und ebenso direkt und unverhohlen, wie er schon als Spieler agierte und im Fernsehen auftritt, nahm er sich auch in der Umweltarea Spreitenbach kein Blatt vor den Mund. Ganz nach seinem Motto „Nicht quatschen, sondern machen“ erzählte er offen über die Konflikte, die er wegen seines Dienstautos mit einem Vorgesetzten ausstehen musste, weil dieser neidisch auf sein Fahrzeug war oder über die Affinität „der Bombe Calli zum Essen“.


Pascal Sperger

www.aboutfleet.ch







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