Ausgabe
07
2015


Lkw

Unter Druck

ein unverändert schwächelndes europa und die nebenwirkungen der Ukraine-Krise gehen auch am Lkw-Hersteller MAn nicht spurlos vorüber. welche langfristigen Auswirkungen dies schlussendlich für den wichtigen standort steyr hat, lässt sich aktuell nicht genau sagen. Die kurzfristigen sprechen von einem kündigungsfreien Abbau von mehreren hundert Mitarbeitern.

Weltweit (ohne MAN Lateinamerika) stehen rund 36.500 Menschen in den Diensten von MAN. Sie bauen in guten Jahren rund 90.000 Lkw, im letzten Jahr waren es schlussendlich weniger als die noch auf der IAA im September kolportierten 70.000 und für heuer sieht die Situation auch nicht berauschend aus. Diese Kapazitätsreduktion hat natürlich auch Auswirkungen auf die einzelnen Produktionsstandorte und somit auch auf das Werk in Steyr. Hier wurde schon im September des Vorjahres wie auch in mehreren deutschen Produktionsstandorten die Kurzarbeit für einen Großteil der offiziell rund 2.400 Mitarbeiter angemeldet. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass die Mitarbeiter nur rund 60 Prozent der normalen Arbeitszeit arbeiten und dafür 90 Prozent des normalen Nettolohns erhalten.

Frühes ende der Kurzarbeit

Bereits im März endete das Kurzarbeitsprogramm recht überraschend weit früher, als ursprünglich geplant. Begründet wurde dies unter anderem damit, dass Mitarbeiter aus Steyr an die Produktionsbänder von VW in Wolfsburg versandt werden konnten, um dortige Personalengpässe auszugleichen. Rückblickend betrachtet kann dies auch ein politischer Schachzug gewesen sein, um von den noch im Februar seitens des Betriebsrat dementierten Kapazitätskürzungen abzulenken. Auffällig auch, dass die Kurzarbeit in den deutschen MAN-Werken erst mehrere Monate später beendet werden konnte.

Fit gemacht oder nur gespart

In einer Aussendung von MAN, die unter dem Titel "Fit für die Zukunft" stand, dann der erneute Versuch, von der aktuellen Problematik abzulenken, wenngleich hier bereits von der Einsparung von weltweit 1.400 Stellen in der Verwaltung und rund 400 in den Produktionsbereichen zu lesen war. Klar dabei auch, dass das Werk Steyr durch den künftigen Wegfallder Fahrerhausrohbauten Personalüberstände aufbaut, die durch die neue Kunststoff-Lackierung und das neue Truck Modification Center nur zum Teil aufgefangen werden.

Unterschiedliche Aussagen

Personalvorstand Jochen Schumm wird in dieser Aussendung unter anderem mit den Worten "betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben" zitiert und beruft sich dabei auf den großen Vorteil der Zugehörigkeit zum Volkswagen Konzern.

Optimismus zählt

Noch optimistischer der Vorstandsvorsitzende Joachim Drees: "Mit der Neuausrichtung von MAN Truck&Bus stellen wir uns im Wettbewerbsumfeld deutlich besser auf. Wir werden effizienter arbeiten und unsere Werke flexibler machen. Mit unserem Zukunftsprogramm ermöglichen wir mittelfristig nicht nur ein nachhaltiges Wachstum, sondern sichern auch die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter."

Betriebsrat im ORF

Ganz anders MAN Steyr Betriebsrat Erich Schwarz, der im Gespräch mit dem ORF den Abbau von insgesamt rund 300 Arbeitsplätzen in Steyr bestätigte. Treffen soll das schon bald rund 200 Angestellte aus dem Verwaltungsbereich und binnen der nächsten vier Jahre rund 100 Produktionsmitarbeiter. Kündigungen wird es aber auch laut Schwarz nicht geben.











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