Ausgabe
07
2015


Lkw

Good Truck, Bad Truck?

Oftmals als Verkehrshindernis abgestempelt, sind es extreme Bedingungen, die das Potenzial moderner Lkw erst wirklich begreifbar machen. Brandheiß präsentierte sich die Interschutz, staubig die Abenteuer&Allrad und bierig der Truck Grand Prix.

Kreativ im Aufbau, robust im Alltag und dabei natürlich auch noch schnell und effizient zu sein, stellt die Lkw-Industrie vor große Herausforderungen und da ist die damit untrennbar verbundene Wirtschaftlichkeit noch nicht mal erwähnt. Kurz vor der Urlaubssaison standen drei große Veranstaltungen am Programm, bei denen es für die Lkw-Branchedarum ging, Flagge zu zeigen und damit das eigene Image positiv zu besetzen. Das ist überall mit Bravour gelungen und hat gleichzeitig binnen weniger Tage insgesamt rund eine Viertelmillion Menschen begeistert.

Interschutz 2015

Wirklich heiß her ging es auf der Interschutz 2015 in Hannover. Alle fünf Jahre ausgetragen, ist sie die weltweit wichtigste Messe für den weitläufigen Feuerwehr-und Rettungsbereich und damit auch ein Stimmungsbarometer der ganzen Branche. Mit 157.000 Fachbesuchern an den insgesamt sechs Messetagen konnte der Rekordwert von 2010 mit 123.000 Besuchern nochmals deutlich übertroffen werden. Ein Wert, der auch die Zuversicht der gesamten Branche, darunter natürlich auch die Lkw-Hersteller, nährt. Sie sind gefordert, immer flexiblere Basisfahrzeuge auf die Räder zu stellen, die es den Aufbauern ermöglichen, die immer individuelleren Wünsche der Kunden aus aller Welt kostengünstig und effizient zu erfüllen. Waren es ursprünglich die Kontinente, auf denen sich die Feuerwehrfahrzeuge unterschieden haben, so kann es heute sein, dass die Modelle zweier benachbarter Gemeinden nur die blauen Lichter am Dach gemein haben. Ganz besonders dann, wenn die Gemeinden nicht im gleichen Bundesland liegen. Klingt verrückt, ist aber so.

Praxis-einsatz

Wie für eine erfolgreiche Messe mittlerweile üblich, wurde auch auf der Interschutz den praktischen Vorführungen viel Raum geboten. So wurden Fahrzeugbergungen mit schwerem Gerät ebenso gezeigt wie spezielle Löscharbeiten. Besonders beeindruckend die an den Grenzen der Physik bewegten Feuerwehrfahrzeuge. Da konnte es schon passieren, dass eine Drehleiter auf nur zwei Rädern um die Ecke bog, natürlich ohne dass dabei der empfindliche Aufbau in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Die nächste Interschutz findet vom 15. bis zum 20. Juni 2020 erneut in Hannover statt.

Abenteuer&Allrad 2015

Nur rund ein Drittel der Besucher der Interschutz konnte die Abenteuer&Allrad in Bad Kissingen verzeichnen, dennoch sind die 54.100 Besucher ein Wert auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Unter den 250 Ausstellern auf Europas größter Offroad-Messe waren auch heuer wieder nahezu alle führenden Hersteller von Expeditionsmobilen, darunter auch die zu den Weltmarktführern zählende Firma Action Mobil aus dem österreichischen Saalfelden. Expeditionsmobile basieren in der Regel dann, wenn entweder mehr als zwei Personen abseits der Straße reisen wollen oder aber eine Reise um die ganze Welt am Programm steht, auf allradgetriebenen Lkw-Modellen. Das Spektrum reicht dabei vom kompakten Unimog bis hin zum Vierachser, der auch mehrere Zimmer und eine eigene Stromerzeugung bereithält.

euro-6-Problematik

Für die Lkw-Hersteller gilt es hier nicht nur eine hochgeländetaugliche Basis mit einem möglichst ebenen Rahmen auf die Räder zu stellen, sondern auch die jeweils gültigen Abgasvorschriften zu erfüllen. Speziell die neue Euro-6-Regelung, bei der viele Hersteller auf die Einspritzung einer 35-prozentigen Harnstofflösung angewiesen sind, schränkt die für Reisen ans Ende der Welt geforderte Unabhängigkeit mitunter ein. Eine Initiative, hier eine Ausnahmeregelung, wie sie für das Militär oder die Feuerwehren besteht, zu bekommen, gibt es im Kreise jener, die mit einem Truck auf Fernreise gehen, offensichtlich nicht. Die Sorge, dass sofern sich hier doch etwas bewegt, künftig eine Flut an Luxus-Expeditionsmobilen über uns hereinschwappen könnte, ist angesichts der Preise bis zu einer Million Euro für ein gut ausgestattetes Modell unbegründet.

Truck Grand Prix -nürburgring

Dass man im Lkw auch im Renntempo unterwegs sein kann, ohne blaue Lichter am Dach zu haben, hat der 30. Internationale Truck Grand Prix auf dem Nürburgring verraten. Hier waren es mehr als 100.000 Besucher, die an den drei Veranstaltungstagen gezählt werden konnten. Kaum jemand war dabei nur wegen der spannenden Rennen, die in unterschiedlichen Klassen ausgetragen werden, an den Nürburgring gekommen. An allen drei Tagen lud das große Trucker-Festival zum Mitfeiern und schon ganz traditionell boten die im Rennzirkus aktiven Marken auch ein entsprechendes Rahmenprogramm. Action pur war jeden Tag garantiert, bevor es dann am Abend gemeinsam ins Bierzelt ging. Auch das darf bei einem echten Trucker-Event nie fehlen.











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