Ausgabe
04
2012


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Lebensretter auf allen Wegen

Ausgerechnet in der beschaulichen Weinstadt Klosterneuburg werden Rettungsautos so hart gefordert wie kaum wo sonst. Der Ford Transit besteht als Notarztwagen mit Allradantrieb den täglichen Härtetest.

Wenn Rettungsorganisationen aus irgendwelchen Tiroler Gebirgsorten neue Fahrzeuge suchen, fragen sie oft uns nach unseren Erfahrungen", schmunzelt Martin Bachmann, Bezirksstellengeschäftsführer des Roten Kreuzes in Klosterneuburg. Warum? Die noblen Wohnviertel der niederösterreichischen Stadt klettern steile Hänge empor, die Altstadtgassen sind eng und verwinkelt, hinzu kommen unbefestigte Wege in den Weinbergen und im Wiener Wald: Eine Kombination, die ganz besondere Anforderungen an ein Rettungsauto stellt.

Modernste Ausstattung

Insgesamt 14 Fahrzeuge stehen in der Klosterneuburger Rettungsgarage -allesamt Transporter unter 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht, denn kaum einer der freiwilligen Fahrer hat einen Lkw-Führerschein. Die Marken sind bunt gemischt, doch der Stolz der Flotte kommt von Ford: Ein allradgetriebener Transit mit mittlerem Radstand, angetrieben von einem 140 PS starken 2,4-Liter-Dieselmotor.

Damit wären die Werksdaten auch schon zusammengefasst. Fast alle anderen Ausstattungsmerkmale wurden vom Tullner Fahrzeugbauer Dlouhy nach den Anforderungen der Rettungsstelle eingebaut: Das reicht von der Vakuummatratze über Kühl-und Wärmeboxen für Medikamente und Infusionen bis hin zur Beatmungseinheit und zum hoch modernen EKG-Gerät samt Defibrillator und Herzschrittmacher. Die Beleuchtung erfolgt ausschließlich über energiesparende LED-Lampen. So viel Technik hat ihren Preis: "Die Ausstattung eines derartigen Notarztwagens kostet etwa vier bis fünf Mal so viel wie das Fahrzeug selbst", erklärt Bachmann.

Der Gegenwert für den Patienten ("Wir haben besonders häufig mit internistischen Notfällen zu tun", so Bachmann) ist eine medizinische Versorgung, die auf nicht einmal fünf Quadratmetern Arbeitsfläche den Standard von so manchem ausländischen Spital übertrifft. Im Durchschnitt absolviert der Klosterneuburger Notarztwagen drei Einsätze pro Tag an 365 Tagen pro Jahr -und das sechs Jahre lang, bevor er für weitere sechs Jahre ins "zweite Glied" zurück rückt und als Ersatzfahrzeug dient.

Danach werden die Autos ins Ausland verkauft, wo sie nach wie vor gefragt sind. Ehemalige Rettungsautos aus Klosterneuburg sind derzeit beispielsweise in der Ukraine und in Griechenland unterwegs.

Vielseitig und praxistauglich

Das Klosterneuburger Rote Kreuz war 2009 eine der ersten Rettungsorganisationen, die einen Transit 4x4 in Dienst stellte. "Mit unserer Fülle an Individualisierungsmöglichkeiten sowie der Kombination von Hinterradantrieb mit automatisch zuschaltendem Allradantrieb einerseits und Luftfederung andererseits konnten wir ein einzigartiges Paket bieten", freut sich Florian Weiss, der bei Ford Austria das Behördengeschäft leitet. Tatsächlich dürfte beinahe jeder Betreiber bei Ford den passenden (Allrad-)Transit finden: Schließlich gibt es allein die 4WD-Version als Kastenwagen, Fahrgestell und Pritsche mit jeweils drei Radständen und vier Aufbaulängen, als Einzel-oder Doppelkabine sowie (in der Kastenwagenversion) mit drei Dachhöhen. Das Allradgetriebe macht den Transit übrigens nur um 80 Kilogramm schwerer als eine vergleichbare Ausführung mit Vorder-oder reinem Hinterradantrieb.

Die rund 200 Mitarbeiter des Klosterneuburger Roten Kreuzes loben unterdessen die Alltagstauglichkeit ihres Notarztwagens. Selbst nach drei Jahren im harten Einsatz sei die Fahrzeugqualität überzeugend und die Ersatzteilversorgung stets schnell und zuverlässig, bestätigt Bachmann: "Dass ein Fahrzeug längere Zeit still steht, wäre bei unserem Einsatzprofil auch unvorstellbar."











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