Ausgabe
05
2015


Lkw

Tourstopp in Oberösterreich

Der dritte und zugleich vorletzte Auftritt der Liebherr Roadshow 2015 fand im oberösterreichischen Vorchdorf statt.

Direkt an der Autobahn gelegen und aus allen Himmelsrichtungen sehr gut zu erreichen, lockte der dritte Auftritt der Liebherr Roadshow auf heimischem Boden neben den oberösterreichischen Lokalmatadoren Gäste aus Salzburg, Kärnten, Niederösterreich und sogar aus Wien an. Sie alle waren gekommen, um einerseits das topaktuelle Liebherr-Baumaschinenprogramm live zu erleben und andererseits, um am Steuer der neuesten Daimler-Trucks Platz zu nehmen. Dank der Unterstützung durch die Pappas Gruppe war es gelungen, einen hochgeländegängigen Unimog samt Kranaufbau und einen seltenen Sprinter mit drei angetriebenen Achsen nach Oberösterreich zu bringen. Damit konnten neben den klassischen Neuheiten im Lkw-Bereich auch zwei zumindest im Baubereich nicht ganz so häufig anzutreffende Modelle bestaunt werden.

Hydraulischer Antrieb für Antos, Actros und Arocs

Das Hauptaugenmerk galt dennoch zwei Innovationen, die bei Mercedes-Benz im Mittelpunkt stehen, wenn es um den professionellen Baustelleneinsatz geht. Nach mehrjähriger Anlaufzeit ist es den Stuttgartern endlich gelungen, den hydraulischen Antrieb der Vorderachse für Modelle der Baureihen Antos, Actros und Arocs zu realisieren. Mindestens 350 Kilogramm leichter als die klassische Lösung, erlaubt das System, die Vorderachse bis Tempo 30 anzutreiben. Dabeikann auf eine Höherlegung des Gesamtfahrzeugs verzichtet werden, wodurch auch der Mehrverbrauch überaus gering ausfällt. In der Praxis bedeutet das bei Daimler "HAD" getaufte System ein starkes Traktionsplus für Fahrzeuge, die nur für kurze Strecken auf die angetriebene Vorderachse angewiesensind -so wie es beispielsweise beim Befahren von Baustellen der Fall ist.

Verschleißfreie Kupplung

Nicht minder interessant ist die neue verschleißfreie "Turbo Retarder"- Kupplung aus dem Hause Voith. Ursprünglich für den Einsatz im Schwertransport, wo mit Gewichten bis zu 250 Tonnen rangiert werden muss, entwickelt, ist dieses System jetzt auch in der Baubranche angekommen. Simpel ausgedrückt, sichert die Kupplung absolute Verschleißfreiheit, weil im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Kupplung das Anfahren hydraulisch erfolgt. Parallel dazu garantiert die Turbo-Retarder-Kupplung eine Bremsleistung bis zu 480 PS und übertrifft damit auch die in den Daimler-Modellen ansonsten angebotenen Retarderleistungen deutlich. Erkauft wird dieHaltbarkeit und der spürbare Komfort- und Sicherheitsgewinn durch rund 130 Kilogramm Mehrgewicht und einem Aufpreis, der sich in etwa auf der Höhe eines Kupplungstausches (circa 5.000 Euro) bewegt.

Beide Systemeüberzeugen

Beide Systeme lieferten auf dem Testparcours der Liebherr Roadshow in Vorchdorf eineüberzeugende Vorstellung. Gleiches galt für den neuen Unimog und für den sechsradgetriebenen, laut Werksangabe bis zu vier Tonnen beladbaren Sprinter der Firma Oberaigner. Der wurde jüngst von Mercedes-Benz übrigens mit einer Unbedenklichkeitsplakette versehen und konnte auf der Liebherr Roadshow neue Fans im Bausegment gewinnen.











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