Ausgabe
05
2015


Auto

Flotte Raubkatze für die Flotte?

Mit dem neuen XE will Jaguar auch in fremden Revieren wildern und setzt zum Sprung in die Premium-Mittelklasse an. Der sparsame Diesel ist auch für Firmen eine Überlegung wert.

Die jüngste Katze aus dem Hause Jaguar trägt die Gene ihrer bereits erwachsenen Geschwister. Sanft schnurrend und unglaublich leichtfüßig geleitet sie uns durch das hügelige Baskenland, wiewohl bei diesem wohlgeformten Raubtier Vorsicht geboten ist -wehe, man reizt es: In Millisekunden werden die Krallen ausgefahren, die Gegner attackiert, gnadenlos gejagt -und eh" sie sich versehen - auch gebissen.

Die Topversion XE S glänzt nicht nur mit ihrem markanten Äußeren, sondern auch mit inneren Werten. Dank einer zu 75 Prozent aus Aluminium gefertigten Karosserie bringt sie gerade einmal 1.665 Kilogramm auf die Waage. Der bereits in Jaguars F-Type kampferprobte 340 PS starke Dreiliter-Sechszylinder verleiht dem XE Flügel. Zwischenspurts sind dank des bärenstarken Triebwerks in Kombination mit einer tadellos abgestimmten 8-Gang-Automatik von ZF und einem Top-Fahrwerk ein Vergnügen.

Hier kann man Sport wagen

Aus dem Stand auf Tempo 100 ist der Jaguar kaum langsamer als sein pfeilschneller Konkurrent, der Gepard: Gerade einmal 5,1 Sekunden benötigt er dafür. Richtig entfalten kann er seine ungeheure Power auf der Rennstrecke: Auf dem Rundkurs im spanischen Navarra dürfen wir - unter strenger Aufsicht professioneller Instruktoren - richtig Gas geben und die Katze an ihre Haftungsgrenzen bringen.

Auch bei sehr hohem Tempo gibt sich der XE S keine Blöße und lässt sich mühelos auf seinen Top-Speed von 250 km/h beschleunigen.

Fuhrparkleiters Darling

Es geht aber auch gemächlicher: Die Einstiegs-Version -der XE E-Performance - der mit einem 163 PS starken Dieselaggregat bestückt ist, bringt mächtig (Fahr-)Spaß. Die umfangreiche Serienausstattung samt tadelloser Sitze trägt ihr Übriges zum Wohlfühlklima an Bord bei.

Der Einstiegsdiesel, der auch mit Automatik erhältlich ist, geizt nicht nur beim Verbrauch (3,8 l/100 km), sondern auch mit einem CO2-Ausstoß von nur 99 g/km. Der in Anbetracht der Ausstattung wirklich faire Einstiegspreis von 37.000 Euro macht ihn auch als Firmenfahrzeug interessant, fällt er damit doch unter die geplante 120-g/km-Sachbezugsgrenze.

Das gefällt uns: formvollendete Limousine, bärenstarke Motoren

Das vermissen wir: ein vielleicht etwasüppigeres Display

Die Alternativen: BMW 3er, Audi A4, Mercedes C-KLasse











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