Ausgabe
07
2014


Service

Nichts für Blender

Nicht nur wegen des feinen LED-Lichts, das den Gegenverkehr ausblendet, auch wegen seines verhältnismäßig dezenten Auftritts ist der Audi A8 ein perfektes Firmenfahrzeug in der Managementebene.

Wer das Vergnügen hat, sein Dienstfahrzeug im Segment der Luxusklasse auswählen zu dürfen, der hat es beruflich in aller Regel geschafft. Auch wenn in anderen Klassen die Auswahl größer ist, die Qual der Wahl hat man auch bei den großen Limousinen. Wenig überraschend treten hier u. a. Audi, BMW und Mercedes gegeneinander an und versuchen, sich nicht nur mit Image, sondern auch mit technischer Finesse zu übertrumpfen. Der Audi A8 wurde vor Kurzem einem eher dezenten Facelift unterzogen, größte Innovation sind die neuen LED-Scheinwerfer.

Entdecke die Möglichkeiten

Rund eine Milliarde (!) Schaltmöglichkeiten bedeuten die nahezu perfekte Lichtausbeute in jeder Verkehrssituation. Das Fernlicht kann nahezu immer aktiviert bleiben, entgegenkommende und vorausfahrende Autos werden aus dem Scheinwerferkegel ausgeblendet und nicht gestört. Die rund 1.100 Euro sind in jedem Fall eine sinnvolle und empfehlenswerte Option.

Vernünftig und wirtschaftlich ist auch das Basismodell der A8-Baureihe. Der Dreiliter-TDI leistet mehr als ausreichende 258 PS, der Allradantrieb quattro ist (außer beim Hybrid) bei allen Modellen Standard. Das Sechszylinder-Aggregat ist akustisch sehr zurückhaltend und wartet in jeder Situation mitmehr als ausreichend Power auf. Der Sprint auf 100 km/h ist nach nur 5,9 Sekunden erledigt, wer auf das Prestige eines Achtzylinders verzichten kann, kommt damit also locker über die Runden. Und schont damit sogar noch das Budget der Firma, denn mit einem Durchschnittstestverbrauch von lediglich 7,8 Litern lässt er manch kleineres Fahrzeug alt aussehen.

Perfekt für die Langstrecke

Das Fahrgefühl ist nicht zuletzt dank serienmäßiger Luftfederung über alle Zweifel erhaben. Im Komfort-Modus schwebt man wie auf Wolke sieben, Bodenunebenheiten werden bestmöglich gefiltert und auch das Geräuschniveau ist beeindruckend. 1.000 Kilometer am Stück erscheinen eine leichte Übung und ließensich dank der großen Reichweite sogar ohne Tankstopp absolvieren.

Rein optisch ist der Audi A8 eher dezent, von Weitem fällt es sogar Autokennern nicht leicht, ihn von einem A6 zu unterscheiden. Je näher man dem Flaggschiff aus Ingolstadt kommt, desto klarer fallen die Dimensionen dann aus. Beim Manövrieren helfen nicht nur Einparkwarner sondern -optional -auch zahlreiche Kameras, die ein Bild wie aus der Vogelperspektive auf den Bordmonitor zaubern. Apropos optional, die Liste der Extras unseres Testwagens erwies sich als durchaus üppig, rund 40.000 Euro wurden hier zusätzlich investiert. Größter Einzelposten sind die Leder-Komfortsitze für schlanke 6.100 Euro, das Navi für 4.000 Euro oder das Assistenzpaket für 4.250 Euro.

Assistenzpaket unterstützt den Fahrer

In diesem Paket sind zahlreiche Helferlein zusammengefasst: Darunter etwa der radargesteuerte Tempomat, der das Tempo des Vordermannes und zugleich den gesetzlichen Abstand hält und - besonders praktisch -auch im Stau automatisch mit dem Verkehr mitschwimmt. Die oben erwähnte Einparkhilfe ist ebenso Bestandteil wie ein Totwinkel-Assistent und Audi pre sense. Dieses System unterstützt bei einer drohenden Kollision den Fahrer mit maximaler Verzögerung, um zumindest die Folgen des Unfalls zu lindern.

Ergonomisch und qualitativ hervorragend

Der Innenraum ist nicht nur im Hinblick auf Materialwahl und Verarbeitung beeindruckend, das Cockpit lässt auch bei der Ergonomie kaum Wünsche offen. Die (gegen Aufpreis) mehrfach elektrisch verstell-, beheiz-und belüftbaren Sitze beinhalten sogar eine Massagefunktion, die sich besonders auf längeren Fahrten positiv bemerkbar macht. Die Bedienung des Multimedia-Interfaces erfolgt entweder überdie hervorragende Sprachwahl, den schrifterkennenden Touchscreen oder mittels klassischem Controller. Das System funktioniert gut, noch intuitiver ist aber jenes des Mitbewerbs aus München.

Die Konkurrenz im Vergleich

Stichwort Mitbewerb. Wie immer haben wir das Testauto beim Flottencheck mit den wichtigsten Konkurrenten verglichen. Vorgabe war dieses Mal neben einem Sechszylinder-Turbodiesel auch Allradantrieb, womit neben dem A8 nur noch 7er-BMW, S-Klasse Mercedes und der schon etwas in die Jahre gekommene VW Phaetonübrig geblieben sind.

Wertverlust und Restwert-Prognose beinhalten dabei einigeÜberraschungen, die Wartungsund Verschleißkosten sind da schon ausgeglichener. Mehr dazu auf der rechten Seite.

Die FLOTTEN-Check-Bilanz

Mit dem Facelift hat der Audi A8 3.0 TDI quattro noch einmal an Feinschliff gewonnen, an der nahezu perfekten Verarbeitung und den sehr guten Materialien hat sich nichts geändert. Beim Restwert liegt das Audi-Flaggschiff gemeinsam mit dem Mercedes voran, der absolute Wertverlust sichert ihm sogar die alleinige Nummer-1-Position.

Der BMW 730d xDriveüberrascht zunächst mit spürbar niedrigeren Wartungs-und Verschleißkosten als Audi und Mercedes, muss beim Restwert dann allerdings doch deutlich Federn lassen und sich auf dem Niveau des VW Phaeton einreihen.

Der neue Mercedes S 350 BlueTec 4MATIC istähnlich wertstabil wie der Audi A8, dies gilt auch für die Vorgängermodelle. Beim Basispreis liegt er etwas über dem Kontrahent aus Ingolstadt. Service-und Wartungskosten liegen auf dem Niveau von Audi und VW.

Dass der VW Phaeton 3.0 TDI 4MOTION dasälteste Auto im Quartett ist, merkt man allein am deutlich höheren Spritverbrauch. Auch beim Restwert bildet der Volkswagen das Schlusslicht, allerdings nur hauchdünn hinter dem 7er-BMW.











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