Ausgabe
11
2013


Sonderthema

Firmenautos: Prestige oder Effizienz?

Mitarbeiter wünschen in Sachen Firmenwagen meist höchstmögliche Flexibilität in Bezug auf Marken, Modelle und Ausstattung und stehen damit oft im Spannungsfeld mit den Vorstellungen des Unternehmens, zeigt der Firmenwagenreport 2013.

Das klassische Firmenauto ist ein begehrtes Statussymbol und stellt auch aus Firmensicht ein wichtiges Instrument zur Gewinnung und Bindung von Leistungsträgern dar. Somit zeigt der Fuhrpark enorme Signalwirkung nach Innen und Außen. Zu diesem Schluss kommt auch der aktuelle Firmenwagenreport von Kienbaum Management Consultants.

Dies belegt die Agentur mit einer Umfrage, bei der 248 Unternehmen ihre interne Handhabung in Sachen Firmenwagen darstellten. So zeigt sich, dass inÖsterreich rund 93 Prozent der Geschäftsführer sowie 80 Prozent der Außendienstmitarbeiter Anspruch auf einen eigenen Firmenwagen haben. Als meistgenanntes Kriterium zählt hier, dass der Job es erfordert sowie das Fahrzeug ein Teil des Vergütungspaketes ist.

Über zwei Drittel fahren auch privat

70 Prozent der befragten Firmenwagenbesitzer räumen dem Benutzer eine unbegrenzte private Verwendung des Fahrzeugs ein. Bei 21 Prozent ist dies auf die jeweils im Unternehmen tätige Person begrenzt.

Das zur Anschaffung verwendete Budget unterscheidet sich vor allem durch die jeweiligen Positionen der Mitarbeiter. Ganz vorn findet man, mit einem Medianwert (ausschlagskorrigierter Mittelwert) von rund 60.000 Euro, die Fahrzeuge der Geschäftsführung. Fast ein Drittel weniger dürfen Mitarbeiter der oberen Führungsebene investieren, nämlich 43.500 Euro.

Spezialisten, Referenten, operative und mittlere Führungsebene sowie Außendienstmitarbeiter fahren Fahrzeuge zwischen 30.000 und 36.000 Euro. Ähnliches zeigt sich bei den Leasingraten, denn auch hier ist die Geschäftsführung mit 1.100 Euro median pro Monat knapp ein Drittel über dem Durchschnitt von Außendienst und Co. Etwas weniger als dieHälfte der an der Umfrage beteiligten Firmen, nämlich 34 Prozent, erlauben den Mitarbeitern die Aufstockung des Budgets für den Firmenwagen durch eine Selbstbeteiligung, um ein höherwertiges Fahrzeug zu erhalten.

Volkswagen mit hoher Beliebtheit

Neben der Außenwirkung hat die oft auf eine Marke begrenzte Fahrzeugbestimmung auch noch ökonomische Gründe wie hohe Stammkundenrabatte bei bestimmten Firmen. In der obersten Ebene der Geschäftsführung ist gut die Hälfte an eine bestimmte Marke gekettet, während in der operativen Ebene 91 Prozent bestimmte Markenmodelle wählen müssen.

Generell am beliebtesten ist die Marke Volkswagen, die, außer in der Geschäftsführerebene, überall gut ein Drittel oder noch mehr Anteile vorweisen kann. Christioph Dovits von der Unternehmensberatung Kienbaum ergänzt: "Audi, BMW und Mercedes sind nicht nur bei Geschäftsführern in Österreich und Deutschland beliebt. Diese Marken schaffen es auch international immer unter die beliebtesten Chef-Fahrzeuge."

Cabrios und SUVs nicht überall erwünscht

Häufig werden auch Fahrzeugtypen ausgeschlossen. Mit 35 Prozent klarer Spitzenreiter sind Cabrios, die man anscheinend eher als Freizeit- denn als Firmenauto sieht. In jedem vierten Unternehmen sind auch SUVs von der Auswahl ausgeschlossen.

Auf die Frage, ob man Mitarbeiter durch„Zuckerl“ bei den Firmenwagen motivieren könnte, erklärt der Experte: „Zwar dienen Firmenautos auch als Statussymbol, als Langzeit-Motivator können diese meiner Meinung nach aber nicht dienen.“

Dovits ergänzt aber, dass „es unter Umständen einen entscheidenden Faktor bei der Unternehmenswahl der Arbeitnehmer spielen kann. Steht dieser vor der Entscheidung zweier identer Positionen mit ähnlichen Vergütungen, kann die Sympathie zum angebotenen Firmenwagen zum Entscheidungsgrund werden.“

Im Ausstattungsbereich werden 42 Prozent der Firmen-Pkw seitens des Unternehmens mit einer Freisprecheinrichtung ausgestattet. Rund ein Fünftel schreibt auch die Lackierung vor. Überraschend ist, dass nur drei Prozent der befragten Firmen die Treibstoffwahl, auf einen meist sparsameren Diesel, beschränkt. Bei Alternativen Antrieben sind es gar nur zwei Prozent. wichtig erachten. Die ökologischen Aspekte sind nur bei neun Prozentein Auswahlkriterium und spielen damit bei den Mitarbeitern kaum eine Rolle. Anders sieht es jedoch auf der Unternehmerseite aus. Hier haben 53 Prozent schon eine Auswahl der Fahrzeuge nach dem Kraftstoffverbrauch getroffen, bei 21 Prozent ist dies geplant sowie bei 23 Prozent vorstellbar. Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen haben Fahr-und Ökotrainings absolviert oder geplant.

Überwiegend Zufriedenheit

Zusammenfassend sind 79 Prozent aller Befragten mit deren Firmenwagenregelungen sehr oder eher zufrieden. Die häufigsten Verbesserungschancen sehen die Umfrageteilnehmer in einem definierten Reglement der Markenauswahl (19 Prozent), in transparenten Regeln für die Fahrzeugvergabe sowie der Firmenwagenpolitik.











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