Ausgabe
10
2013




Vielfahrers Darling

Kompakte SUVs stehen derzeit besonders hoch im Kurs, bieten sie ihren Fahrern doch gleich mehrere Annehmlichkeiten. Wir haben uns einen der jüngsten Vertreter dieser Spezies, den Ford Kuga, näher angesehen und die Kosten mit dem Mitbewerb verglichen.

Während das Mittelklasse-Segment stetig schrumpft, zeigt die Kurve der kompakten SUVs steil nach oben. Auch immer mehr Firmen wechseln von der klassischen Limousine oder dem herkömmlichen Kombi in eines der immer zahlreicher werdenden Sport Utility Vehicles.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Von der besseren Übersichtlichkeit über das einfachere Ein-und Aussteigen -gerade bei Firmenautos ein starkes Argument -bis hin zur perfekten Wintertauglichkeit und dem größeren Platzangebot reichen die Argumente Pro-SUV.

Zumindest das Winter-Argument gilt im Falle unseres Flottencheck-Kandidaten nicht, leitet unser Test-Kuga seine Kraft doch nicht an alle 4 Räder, sondern nur auf die Vorderachse, womit man aber selbst im schneereichen Österreich in 99 Prozent der Fälle gut bedient ist. Alle anderen genannten Vorteile erfährt man im wahrsten Sinn des Wortes schnell und lernt, diese auch zu schätzen.

Turbobenziner als Diesel-Alternative

Motorisch haben wir dieses Mal auf den 150 PS starken Ecoboost Turbobenziner mit 1,6 Liter Hubraum gesetzt. Da im Firmenund Flottenbereich aber nach wie vor der Diesel die Nase vorn hat, bekam dieser den Zuschlag bei den Service-und Restwertberechnungen auf der nächsten Doppelseite.

Zurück zu unserem Testauto. 150 PS verhelfen dem Kuga zu ordentlichen Fahrleistungen, wenngleich der idente Motor im Focus doch spürbar spritziger wirkt. Hier wie dort erfreut das Aggregat mit Verbrauchswerten, die man einem Turbobenziner in so einem Fahrzeug gar nicht zugetraut hätte. Mit knapp über 7 Litern findet man das Auslangen, ohne zum Verkehrshindernis zu werden. Sparsame Naturen zaubern eine 6 vors Komma, aber auch über 8 Liter sind natürlich möglich. Im Gegensatz zum Focus gibt es übrigens beim Kuga auch den 182-PS-Benzinmotor mit Automatikgetriebe, die Doppelkupplung bleibt dem Diesel vorbehalten. Dank dem Fordtypischen, knackigen Fahrwerk kommt auch beim Kuga richtig Fahrspaß auf, zu flott gefahrene Kurven werden mit dezentem Untersteuern quittiert. Den Allradantrieb vermisst man im Sommer freilich nicht, Traktionsprobleme sind dem kompakten SUV fremd.

Mehr Platz als beim Vorgänger

Apropos kompakt, gegenüber dem Vorgänger ist der Kuga spürbar gewachsen, was sich positiv auf die Platzverhältnisse im Innenraum auswirkt. Vor allem in der zweiten Reihe geht es nun luftiger zu, der Kofferraum ist von 410 auf 456 Liter angewachsen und lässt sich durch das Umklappen der Rücksitzlehnen bis zu 1.653 (Vorgänger 1.405) Liter erweitern.

Schwächen in der Bedienungsergonomie

Während es an der Material-und Verarbeitungsqualität kaum etwas zu Kritisieren gibt, muss sich der Kuga in Sachen Ergonomie ein paar Schelten gefallen lassen. Zu viele Knöpfe und Schalter sind über die Mittelkonsole verteilt, zudem ist der Bildschirm des Navigationssystems ziemlich klein ausgefallen.

Schade zudem, dass das rechte Steuerkreuz am Lenkrad nicht mehr wie beim Focus zum Bedienen des Navigationssystems ausgelegt ist, sondern -die beim Focus weiter unten angebrachte -die Telefonsteuerung beinhaltet. EineÜberlegung ist gerade für Vielfahrer das Sicherheitspaket (u. a. Totwinkel-Assistent, City-Notbremsassistent, Verkehrsschilderkennung, aktiver Spurhalteassistent) wert.

Ab 26.900 geht"s los

Die Basisausstattung "Trend" ist OK, aber nicht berauschend. So ist die Klimaanlage lediglich manuell, Alufelgen, Freisprecheinrichtung, Regensensor und weitere Annehmlichkeiten kosten extra. Unterm Strich ist es somit vernünftiger, gleich zur "Titanium"-Ausstattung zu greifen, dort sind diese und weitere Goodies serienmäßig. Empfehlenswert ist die per Fußschwenk automatisch öffnende Heckklappe.

Ab 27.300 Euro ist der Ford Kuga zu haben, der günstigste Turbodiesel mit 140 PS kostet 2.300 Euro mehr. Ob und ab wann sich der Selbstzünder rechnet, hängt von der Jahresfahrleistung ab. Der Aufpreis für den Allradantrieb liegt bei rund 3.000 Euro.

Die FLOTTEN-Check-Bilanz

Der neue Ford Kugaüberzeugt mit geräumigem Innenraum und praktischen Features wie der automatischen Heckklappe. In Sachen Verbrauch führt er das Feld allerdings an, preislich liegt er nur knapp hinter dem VW zurück. Beim Restwert halten sich alle 4 Modelle in etwa die Waage.

Mit nur 4,6 Liter Verbrauch entscheidet der Mazda CX-5 dieses Kapitel klar für sich, zudem ist er in der Anschaffung der günstigste des Quartetts. Nicht so bei den Wartungs-und Verschleißkosten, hier ist der Japaner der teuerste im Vergleich.

Der Toyota RAV4 kann sich beim Kofferraumvolumen deutlich von der Konkurrenz absetzen, mit 647-1.848 Litern gewinnt er dieses Kapitelüberlegen. Trotz der geringeren Leistung steht er den Mitbewerbern bei den Fahrleistungen um nichts nach.

Der Volkswagen Tiguan ist der Teuerste des Quartetts und liegt bei den technischen Daten im Mittelfeld. Dafür überrascht er mit den geringsten Wartungs-und Verschleißkosten. In absoluten Zahlen hat er aber den höchsten Wertverlust.











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