Ausgabe
07
2013




Auto-Automatisierung

Dr. Werner Gruber ist Experimentalphysiker an der Universität Wien und Direktor der Wiener Sternwarten und des Planetariums. Durch Bücher und Bühnenauftritte ist er als "Physiklehrer der Nation" bekannt.

Man steigt ins Fahrzeug, sagt wo man hin will und das Auto bringt uns ganz automatisch ans gewünschte Ziel, ohne das Lenkrad zu berühren. Nein, wir reden jetzt nicht von einer Taxifahrt, obwohl ich da auch einiges zu erzählen hätte. Es gibt Autos, die selbstständig fahren können. Schauen wir uns an, wie das Ganze begann.

Im Jahr 1989 konstruierten Studenten unter der Leitung von Dean Pomerleau an der Carnegie Mellon ein Auto, das nur mit einer extrem primitiven Kamera und einem Entfernungsmesser ausgestattet war. Die Kamera konnte nur ein Bild in der Auflösung von 30 mal 32 Pixel wahrnehmen. Wir sprechen hier nicht von Megapixel, sondern von gerade Mal 960 Pixel und natürlich konnte der verarbeitende Computer keine Graustufen erkennen, sondern nur Schwarz-Weiß "sehen".

Aller Anfang war schwer

Dafür konnte der Entfernungsmesser sogar acht unterschiedliche Entfernungen bestimmen und dies auf einem Bereich von 32 Pixel. Die Straße als auch die Objekte wurden darauf gut dargestellt. Das Revolutionäre war aber, dass im Jahr 1989 -wo die Computerleistung noch nicht so überwältigend war -dasProgramm auf einem stinknormalen PC funktionierte und in Realzeit dem Fahrzeug Steuerbefehle geben konnte. Zugegeben, das Fahrzeug ALVINN (Autonomous Land Vehicle In a Neural Network) konnte nicht mit hohen Geschwindigkeiten fahren, aber es funktionierte.

Gemessen wird mit Ultraschall oder Laser

Zu erzählen, was sich bis heute verändert hat, würde den Rahmen dieser Kolumne bei Weitem sprengen. Vielleicht sollte aber ein wichtiger Zwischenschritt erwähnt werden: die automatische Einparkhilfe. Man fährt mit dem Auto zu einer Parklücke, aktiviert das System, fährt an der Parklücke vorbei, das Auto bremst ganz automatisch, fährt rückwärts und lenkt im richtigen Winkel ein und nach ein paar Sekunden ist das Auto in der Lücke perfekt geparkt. Hier ist nicht viel künstliche Intelligenz notwendig. Es braucht nur einen kleinen Ultraschall-oder Laser-Abstandsmesser, der bestimmt, wie groß die Parklücke ist. Sobald man diesen Wert kennt, braucht man nur das Fahrzeug steuern. Der Computer muss das Lenkrad drehen -klingt einfach, ist es aber nicht. Denn das Lenkrad lässt sich auf einem schmierigen Boden leichter drehen, als auf einem festen Steinboden. Deshalb muss der Computer immer nachmessen, um wie viel sich das Fahrzeug bewegt hat. Mit dem Gaspedal ist es noch ein bisschen schwieriger. Einmal mit zu viel Gas und der Schaden ist enorm. Aber durch diese relativ billigen und vor allem gewünschten Systeme konnte die Automobilindustrie lernen, die Basisprobleme zu lösen.

Auto erkennt Umgebung

Jetzt werden Fahrzeuge mit Kameras ausgestattet, um die Verkehrsschilder am Rand der Straße zu erkennen. Gleichzeitig bestimmen Laserabstandsmesser den Abstand nach vorn und natürlich auch nach hinten. Ebenfalls wird erkannt, ob sich Hindernisse neben dem Auto befinden und ob sich diese Hindernisse schneller als das eigene Fahrzeug bewegen -sprich, man überholt wird. Dies alles kann"ganz leicht" erkannt werden und damit können Autos auch selber fahren und das sogar auf der Autobahn. Allerdings muss man sagen, dass gerade die Autobahn einfacher für den Computer ist, als ein Ortsgebiet, denn dort gehen selten Menschen spazieren. Dafür findet alles bei höheren Geschwindigkeiten statt. Der Vorteil besteht darin, dass der Computer sein Fahrverhalten nicht überschätzt, die Unfallgefahr wird massiv gebannt. Leider gibt es Situationen, welche ein Computer nicht beherrschen kann, alles in allem fährt ein Computer dennoch sicherer als ein Mensch. Das Problem ist nur die Versicherung, wenn dann doch mal was passiert ...











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